Lichtenfels

Londoner Sonaten und keltische Lieder

Am Freitag, 7. Oktober, ist das Duo La Vigna um 19.30 Uhr zu Gast in der ehemaligen Synagoge in der Judengasse 12. Sweet Sounds - keltische Lieder und baroc...
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Das Duo La Vigna präsentiert historische Instrumente in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels. Foto: privat
Das Duo La Vigna präsentiert historische Instrumente in der ehemaligen Synagoge in Lichtenfels. Foto: privat
Am Freitag, 7. Oktober, ist das Duo La Vigna um 19.30 Uhr zu Gast in der ehemaligen Synagoge in der Judengasse 12.
Sweet Sounds - keltische Lieder und barocke Sonaten: Ein Jurist aus Lucca in Schottland? Warum verlässt ein Mähre empört London? Ob Daniel Purcell wohl seinen Bruder Henry gemocht hat, in dessen Schatten er sein Leben lang stand? Viele dieser Fragen klären sich in diesem Programm, das Londoner Sonaten mit alten keltischen Liedern umrahmt.
Theresia Stahl ist gebürtige Dresdnerin. Sie studierte Diplommusikerziehung Blockflöte bei Prof. Christoph Huntgeburth an der Universität der Künste Berlin. Daran schloss sich ein künstlerisches Aufbaustudium bei Prof. Gerd Lünenbürger an. Während ihres Studiums nahm sie u. a. an Kursen bei Peter Holslag und Karel van Steenhoven teil.
Christian Stahl stammt aus Pforzheim im Schwarzwald. Er studierte klassische Gitarre an der Universität der Künste Berlin. Während seines Studiums nahm er mehrfach an Kursen des Lautenisten Nigel North teil. Anschließend studierte er bei Björn Colell und Frank Pschichholz "Alte Musik/Laute" an den Hochschulen für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden und "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig. Seitdem arbeitete er mit Hans-Christoph Rademann und Niklas Trüstedt, nahm mit dem Neuen Bachischen Collegium eine CD auf.
Die Theorbe ist das größte Instrument der europäischen Lautenfamilie; sie besitzt bedeutend längere Saiten als die anderen Lauten. Die frei schwingenden Basssaiten werden an einer Halsverlängerung mit eigenem Wirbelkasten befestigt. Von 1580 bis nach 1750 war die Theorbe ein beliebtes Begleitinstrument; aus ihrer Entstehungsphase Anfang des 17. Jahrhunderts sind auch Tabulaturen für Solomusik erhalten.
In der Zeit vor 1700 orientierte sich das Blockflötenspiel an der menschlichen Stimme. Eine Blockflöte mit einem entsprechend weichen und vollen Klang ist die Ganassi-Flöte, die u. a. auf eine der ältesten Blockflötenschulen von Sivestro di Ganassi zurückgeht. Ab 1700 wandelt sich das Klangideal der Blockflöte. Um größere Unterschiede zwischen lauten und leisen Passagen machen zu können, werden Veränderungen an Kopfteil, Innenbohrung und den Grifflöchern vorgenommen. Dadurch entsteht ein vollerer und farbigerer Klang. Auch das Äußere der Blockflöte erscheint jetzt entsprechend dem Geschmack des Barock in reich verzierter Form. Neben der Altblockflöte als dem beliebtesten Instrument der Blockflötenfamilie kommt um 1730 ein neues Instrument hinzu, auf dem auch das Repertoire der Oboe und Traversflöte gespielt werden kann: die Voice-Flute.
Karten im Vorverkauf gibt es für acht Euro bei der Tourist-Info Lichtenfels, Marktplatz 10, 96215 Lichtenfels, Telefonnummer 09571/795-101 und an der Abendkasse für zehn Euro. red
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