Ebensfeld
Jubiläum 

Lob an engagierte Mitglieder

Der CSU-Ortsverband Ebensfeld feierte 70-jähriges Bestehen. Gleichzeitig wurde die Frauenunion 25.
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Zahlreiche Mitglieder wurden für langjährige Treue geehrt.
Zahlreiche Mitglieder wurden für langjährige Treue geehrt.
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Die große CSU-Familie in Ebensfeld feierte am vergangenen Samstag Jubiläum. Der Ortsverband wurde in diesem Jahr 70 Jahre alt und die Frauenunion blickte auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. 110 Mitglieder und Ehrengäste füllten den Saal der Gaststätte Gressano und würdigten gebührend das Ereignis. Verdiente und langjährige Mitglieder wurden geehrt, Rosemarie Swieca zur Ehrenvorsitzenden der Frauenunion ernannt. Vor dem Festakt fand ein Dankgottesdienst mit Totengedenken in der Pfarrkirche statt.


Respekt vor den Menschen

Vorsitzender Anton Schatz zeigte Respekt vor Menschen, die den Ortsverband und die Marktgemeinde in den vergangenen 70 Jahren mitgestaltet, geprägt und geformt hatten. "Sie haben sich für ein christlich-soziales und menschliches Miteinander engagiert", sagte der Vorsitzende. In dieser Zeit stellte der Ortsverband vier Bürgermeister, die im Amt bestätigt und wiedergewählt wurden, zog er Bilanz. Die Bildung der Jungen Union 1972 und die der Frauen-Union 1991 spiegelten das rege politische Miteinander wider.
Schatz dankte den fleißigen Mitgliedern, die Feste und Feierlichkeiten unterstützt hätten. Er nannte den Bockbieranstich am Josephtag und das Brunnenfest der Jungen Union. Zukünftig wird es auch einen politischen Dämmerschoppen mit Mandatsträgern geben, der im November erstmalig stattfinden werde. Neben den Jubilaren hob er die Tätigkeiten von vier Mitgliedern besonders hervor. Kassierer Siegfried Dinkel bescheinigte er eine anstandslose Buchführung. Bürgermeister Bernhard Storath machte sich 18 Jahre lang als Impuls- und Ideengeber als Vorsitzender verdient. Anton Stärk gestaltete den Schaukasten mit 140 verschiedenen Schaubildern und war unermüdlicher Plakatierer bei Wahlen und Veranstaltungen. Robert Kothe, langjähriger Schriftführer, hatte stets eine helfende Hand, sei es in der Bratwurstbude oder beim Bierausschank.


Einheit mit Frauenunion

Die Ortsvorsitzende der Frauenunion, Susanne Gunzelmann, erinnerte an die Gründungsversammlung am 28. November 1991 im Nebenzimmer des Gasthauses Gressano. Federführend waren die damalige Kreisvorsitzende Regina Taubert und der verstorbene Ehrenvorsitzende der CSU, Erwin Dierauf. Die 40 Mitglieder besuchten und organisierten viele politische Veranstaltungen. Ihr Dank galt insbesondere der ehemaligen Vorsitzenden Rosemarie Swieca. "Du hast auch in schwierigen Zeiten das Schiff Frauenunion immer auf Kurs gehalten und so für den Fortbestand des Ortsverbandes gesorgt", lobte Gunzelmann. Gefreut habe sie sich über die gemeinsame Feier mit dem CSU-Ortsverband. "Das zeigt, dass wir eine Einheit sind", sagte sie.
Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner bat die Anwesenden in ihrer Festrede, sich nicht von außen beeinflussen zu lassen, sondern jeder müsse sich sein Urteil selber bilden. Erneut forderte sie, dass die Rentenanpassung für ältere Mütter nicht nur für Frauen gelten dürfe, die Kinder vor 1992 geboren haben. Die derzeitige Regelung sei ungerecht. Eine Lanze brach sie für ländliche Gegenden. Sie wünschte sich die gleiche Lebensqualität in Städten und auf den Dörfern. Wichtig sei ihr die konsequente Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern. Als Erfolg wertete die Abgeordnete den barrierefreien Bahnhof in Ebensfeld und den Breitbandausbau in der Marktgemeinde. Sie drängte auf die Realisierung der B 173 neu, die Gelder stünden zur Verfügung.
Landrat Christian Meißner wurde nicht müde, die Marktgemeinde Ebensfeld zu loben. "Ihr seid die Toskana des Landkreises", unterstrich der CSU-Kreisvorsitzende mehrmals. Hier herrsche eine gute Debattenkultur, auf der nicht zuletzt das Wachstum der Gemeinde begründet sei. Der CSU-Ortsverband spiele eine große Rolle bei den Kommunalwahlen und habe in der Kreispolitik ein Wörtchen mitzureden. Meißner erinnerte an die zweigeteilte Meinung über Flüchtlinge. Zu Ministerpräsident Seehofers Linie zu Asylbewerbern sagten die einen, sie sei zu hart, die anderens sie sei zu weich. Der Bundestagsabgeordneten gab er auf den Weg nach Berlin mit, sie solle nicht loslassen vom Landkreis Lichtenfels.
Bürgermeister Bernhard Storath machte deutlich, dass für die Meinungsbildung das Programm der CSU wichtig sei. "Wir müssen selbstkritisch sein", sagte er. Auch wenn der eine oder andere dadurch die CSU verlasse, das Gewissen müsse entscheiden. Die Kreisvorsitzende der Frauenunion, Julia Spörlein, wollte die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützen. Die Musikvereinigung Ebensfeld sorgte für Unterhaltung.
Ehrungen Frauenunion: Gründungsmitglieder: Anneliese Gaar, Marga Lang, Elisabeth Storath, Rosemarie Swieca, Irmgard Hollfelder, Jutta Zillig. 20 Jahre Mitgliedschaft: Lieselotte Amon, Hanne Kraus, Elisabeth Kropp, Daniela Gaar, Marga Kühnlein, Barbara Eiermann.
CSU: Johannes Stärk, Rainer Hetzel, Stefan Hüttner, Hans-Karl Engelhardt, Ludwig Papst, Barbara Schmittinger (20 Jahre). Peter Goppert, Hauke Petersen, Hans-Jürgen Arlt, Elisabeth Storath, Rosemarie Swieca (25). Erna Jung, Erich Wendler, Martin Zellmann, Bernhard Neumann, Dr. Norbert Jung, Johann Lang, Bernhard Hofmann, Dietmar Zillig (30). Horst Espach, Heinz Walendzik (40). Gerhard Jung (45). Georg Jung (55).
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