Kronach

Lizzy Aumeier: "Ein Abend zum Endorphine ausschütten"

Mit ihrem "Best of"-Programm kommt Lizzy Aumeier am morgigen Mittwoch auf die Freilichtbühne auf die Festung Rosenberg. Begleitet wird sie von Svetlana Klim...
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Dass sie nicht auf den Mund gefallen ist, möchte die Kabarettistin Lizzy Aumeier morgen auf der Festung Rosenberg zeigen. Foto: PR
Dass sie nicht auf den Mund gefallen ist, möchte die Kabarettistin Lizzy Aumeier morgen auf der Festung Rosenberg zeigen. Foto: PR
Mit ihrem "Best of"-Programm kommt Lizzy Aumeier am morgigen Mittwoch auf die Freilichtbühne auf die Festung Rosenberg. Begleitet wird sie von Svetlana Klimova an Geige und Piano. Es ist das erste Mal, dass Aumeier in Kronach auftritt. Privat sei sie schon einmal hier gewesen, sagt Aumeier, und sie freue sich schon auf den Abend: "Ich bin besonders gespannt auf die wunderschöne Kulisse." Die Festung habe nicht nur eine ganz eigene Atmosphäre, sondern auch ein "traumhaftes" Panorama.
Vor diesem will sie eine sich ständig verändernde bunte Mischung aus ihrem Repertoire zeigen. "Das sind meine schönsten Nummern, bei denen ich mich am wohlsten fühle", erklärt sie. Aber auch die Meinung des Publikums spiele bei der Auswahl eine Rolle. "Es ist etwas sehr Interaktives, so ein Abend ist immer eine Gemeinschaftsproduktion", sagt Aumeier, obgleich sie es auch nicht darauf anlege, jeden anzusprechen. "Ich will lieber, dass mein Auftritt polarisiert, als jedem gefällt."


Ein eigenwilliger Humor

Die 52-Jährige freut sich nicht nur auf die Szenerie, sondern auch auf die Zuschauer. "Die Oberfranken haben einen sehr eigenwilligen Humor", sagt Aumeier. Sie merke die verschiedenen lokalen Eigenheiten bei ihrem Publikum sehr. "Die Mittelfranken setzen sich eher hin und sagen ,Unterhalt mich mal‘. In Oberfranken sind die Leute amüsierwilliger", sagt Aumeier lachend.
Aber solch humoristische Unterschiede gebe es auch außerhalb Frankens. "Wenn ich in Köln oder Berlin bin, sagen mir alle, ich bin zu brav. Für die Bayern bin ich dagegen zu deftig." Trotzdem sei ihr Lieblingsplatz der "Schlachthof" in München, weil dort immer ein "gemischtes Publikum" sei. Mit etwa 350 Sitzplätzen eine kleine, gemütliche Abwechslung zu den großen Auftrittsorten. "Es geht mir nicht ums Geld. Die Leute sollen einen guten Abend haben", so die Kaberettistin. Das sei ihr das Wichtigste bei ihren Programmen. Die Zuschauer sollen "einfach einen schönen Abend zum Endorphine ausschütten" haben.
Um welche Themen es in ihrem Programm geht, wolle sie noch nicht verraten. Einen kleinen Hinweis gibt sie aber doch: "Jetzt gerade muss man etwas Politisches machen. Man kann gar nicht unpolitisch bleiben." Das heiße aber nicht, dass sie ihr Publikum belehren wolle. "Kein erhobener Zeigefinger", betont Aumeier: "Ich will das Ganze eher ins Lächerliche ziehen." So seien Menschen ohnehin viel besser zu erreichen. Doch Kabarett ist nur ein Teil ihres Programms. Sie selbst spielt den Kontrabass. Unterstützt wird sie von Svetlana Klimova an der Geige und dem Piano. "Ich bin auch darauf aus, skurrile Musikexperimente zu machen", verrät Aumeier. jth
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