Eggolsheim

Linksabbiegespur nach Schneckenhof ist "gestorben"

Langensendelbach — In seiner letzten Sitzung im Jahr 2015 befasste sich der Gemeinderat Langensendelbach mit einigen Bauanträgen, mit den Anfragen aus den Bürgerversammlungen sowie...
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Langensendelbach — In seiner letzten Sitzung im Jahr 2015 befasste sich der Gemeinderat Langensendelbach mit einigen Bauanträgen, mit den Anfragen aus den Bürgerversammlungen sowie dem Antrag auf Einstellung des Verfahrens Flurneuordnung Schneckenhof.
Im November unternahm die Teilnehmergemeinschaft Schneckenhof nochmals den Versuch, Lösungsmöglichkeiten für die Anbindung von Schneckenhof an die Staatsstraße zu finden. Keine der bisher vorgestellten Möglichkeiten fand die Zustimmung der Teilnehmer. Aus diesem Grund stand das Fortbestehen der Teilnehmergemeinschaft Gemeinde Marloffstein und Landkreis Erlangen-Höchstadt zur Diskussion. Die jeweiligen Grundstückseigentümer aus Adlitz und Schneckenhof sind nicht bereit, Flächen für die Baumaßnahmen zur Verfügung zu stellen und stimmten auch einem Ausgleich in Geld und Grundstücken nicht zu.
Somit ist die Linksabbiegerspur nach Schneckenhof - da nicht finanzierbar - vom Tisch. Nach dem Verursacherprinzip hätte die Kosten in Höhe von 300 000 Euro Schneckenhof tragen müssen.
Ebenso wird es einen Radweg von Langensendelbach nach Adlitz nicht geben, da dieser einen hohen Landverbrauch verursacht hätte. Die Gemeinde Langensendelbach bedauert, nach zehn Jahren Arbeit den Entschluss der dortigen Grundstückseigentümer das Verfahren einzustellen und beschloss einstimmig die Einstellung des Verfahrens Schneckenhof.
Erster Bürgermeister Oswald Siebenhaar teilte in Beantwortung einer Frage aus der Bürgerversammlung mit, dass der Radweg von Bräuningshof nach Igelsdorf nicht gebaut wird, da seitens der Stadt Baiersdorf und des Landratsamts Erlangen-Höchstadt keine Bereitschaft zum Bau signalisiert wurde. Ebenso kann der Radweg von Langensendelbach nach Effeltrich trotz vorhandener Zuschüsse nicht geplant werden, da seitens der Gemeinde Effeltrich kein Interesse besteht. Die Gemeinde Effeltrich gibt, nach Aussage von Bürgermeisterin Katrin Heimann, einer Radweganbindung nach Gaiganz den Vorzug.
Zur Frage der Asphaltierung der Straße nach Bubenreuth mit Flüsterasphalt fand ein Gespräch mit Landrat Hermann Ulm statt, so Bürgermeister Siebenhaar.
Auch zur Kritik an der wilden Parkerei im Ort, vor allem auf Gehwegen, in Engstellen und vor Privateinfahrten nahm der Bürgermeister Stellung. Siebenhaar erinnerte daran, dass seit 2014 mehrere Gespräche und Ortstermine mit Vertretern des Landratsamtes und der Polizeiinspektion Forchheim stattgefunden haben. Rechtlich umsetzbare Lösungen seien jedoch noch nicht gefunden worden. Man werde jedoch im kommenden Jahr mit der Honingser Straße beginnend, Parkfelder ausweisen, um den Begegnungsverkehr zu entschärfen.


 
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