Seßlach

Lieber schrittweise als auf einmal

Stadtrat  Die Kita-Gebühren steigen ab 1. September. Obwohl sich der Haushalt gut entwickelt, hält der Stadtrat am Sparkurs fest. Denn womöglich schlagen die Dorferneuerungen noch in diesem Jahr zu Buche.
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Mit Martin Stich (Bischwind), Bernd Schleicher (Unterelldorf) und Daniel Angermüller (Gleismuthhausen, von rechts) nehmen drei neue Ortssprecher am Seßlacher Rathaustisch Platz. Zu Beginn der Stadtratssitzung am Dienstag wurden sie von Bürgermeister Martin Mittag (rechts) vereidigt. Auch die bisherigen Sprecher Monika Wolf (Krumbach) und Dieter Weikard (Merlach), von links) legten erneut den Eid ab. Es fehlte der bisherige Sprecher von Rothenberg, Thomas Fischer. Foto: Bettina Knauth
Mit Martin Stich (Bischwind), Bernd Schleicher (Unterelldorf) und Daniel Angermüller (Gleismuthhausen, von rechts) nehmen drei neue Ortssprecher am Seßlacher Rathaustisch Platz. Zu Beginn der Stadtratssitzung am Dienstag wurden sie von Bürgermeister Martin Mittag (rechts) vereidigt. Auch die bisherigen Sprecher Monika Wolf (Krumbach) und Dieter Weikard (Merlach), von links) legten erneut den Eid ab. Es fehlte der bisherige Sprecher von Rothenberg, Thomas Fischer. Foto: Bettina Knauth
von unserer Mitarbeiterin Bettina Knauth

Seßlach — In den städtischen Kindertagesstätten von Seßlach steigen die Gebühren. Einstimmig beschloss der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend mit Wirkung zum 1. September sieben Euro pro Monat mehr zu verlangen. Damit sollen die Tariferhöhungen für die Beschäftigten und Mehrstunden der Reinigungskräfte teilweise aufgefangen werden. Für einen vollen Ausgleich, so hatte Kämmerer Hans Vogt errechnet, hätten die Gebühren um gut neun Euro steigen müssen.
Für Buchungszeiten von drei bis vier Stunden werden ab September für Regelkinder monatlich 92 Euro verlangt. Jede weitere Stunde kostet fünf Euro mehr, bis zu maximal 122 Euro für über neun Stunden Betreuungszeit. Für Krippenkinder werden für ein bis zwei Stunden 103 Euro erhoben. Bis sieben Stunden kostet jede weitere Stunde sechs Euro mehr, dann fünf Euro - bis zu maximal 147 Euro monatlich (bei über neun Stunden). Eine moderate Erhöhung zum jetzigen Zeitpunkt sei besser als eine große Erhöhung auf einen Schlag, begründete Bürgermeister Martin Mittag (CSU) den Schritt.
Zuvor hatte der Kämmerer die Haushaltslage erläutert. Aktuell weist der Vermögenshaushalt einen Überschuss von 46 700 Euro auf. Dass die Kreditaufnahme für dieses Jahr in Höhe von 324 800 Euro tatsächlich um diese Summe verringert werden kann, bezeichnete Vogt als "Wunschdenken". Das Plus könne sich noch vermindern, zum Beispiel durch weitere Mehrausgaben für den Anbau der Seßlacher Kinderkrippe.
Der Kämmerer wies außerdem darauf hin, dass Aufwendungen für den Ausbau der Gehwege in Oberelldorf in Höhe von rund 245 000 Euro wegen ausstehender genauer Zahlen nicht berücksichtigt wurden. Würden diese noch 2014 kassenwirksam, sei sogar mit einer zusätzlichen Kreditaufnahme von 200 000 Euro zu rechnen. Ziel der Stadt müsse es sein, eine Erhöhung der Nettokreditaufnahme zu vermeiden, durch Einsparungen im Vermögenshaushalt.
Einstimmig beschloss der Stadtrat die marode, derzeit gesperrte Holz-Fußgängerbrücke über die Alster in Heilgersdorf durch eine Betonbrücke zu ersetzen (Kosten: rund 26 000 Euro) und ermächtigte den Bürgermeister, den Auftrag noch in der Sommerpause zu vergeben.
Mittag wurde auch ermächtigt, beim Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken den vorzeitigen Baubeginn des "Glöckla"-Vordachs in Unterelldorf zu beantragen, damit die Fundamentsarbeiten gleich miterledigt werden können. Auf Antrag der SPD-Fraktion nahm der Stadtrat den Ausbau der Straße ins Gewerbegebiet Dietersdorf in den Maßnahmenkatalog 2015 auf (die Kosten betragen maximal 325 000 Euro). Auf Nachfrage Rolf Deschners (SPD) stellte Mittag richtig, dass die Einrichtung einer Notgruppe im Kindergarten in Gemünda auch im Turnraum erfolgen könne.
Auf Anfrage Carsten Hölleins (SPD) bestätigte der Bürgermeister, das Landratsamt Coburg habe ihn über die Unterbringung zweier Asylbewerberfamilien in einem Privatanwesen in Gemünda informiert.

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