Herzogenaurach

Liebe als Suchtprävention

"Liebe versetzt Berge" heißt ein Sprichwort und bringt damit zum Ausdruck, welche Macht hinter der Liebe steckt. Wenn aber liebevolle Zuwendungen im Reifung...
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"Liebe versetzt Berge" heißt ein Sprichwort und bringt damit zum Ausdruck, welche Macht hinter der Liebe steckt. Wenn aber liebevolle Zuwendungen im Reifungsprozess von jungen Menschen fehlen, steigt die Gefahr, später einmal suchtabhängig zu werden. Zum Vortrag "Mensch Sucht Liebe" hatte die Präsidentin des Zonta-Clubs Herzogenaurach, Jutta Rost, den Gesamtleiter des Suchttherapiezentrums Laufer Mühle, Michael Thiem, eingeladen.
Anhand von Langzeitstudien zeigte der Referent laut einer Pressemitteilung auf, wie fehlende Bindungsqualität in der frühkindlichen Entwicklung Sucht und Drogenabhängigkeit begünstigt. "In den Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Suchtkrankheit sehr häufig das Symptom einer tieferliegenden Störung ist, die auf das Fehlen einer verständnis- und liebevollen Beziehung zu den Elternteilen gründet", so Thiem. Unter Bindungsqualität werden alle erzieherischen Maßnahmen zusammengefasst, die das Kind eine "psychophysische Stabilität" erwerben lassen.
"In einer guten Bindungsbeziehung entwickeln sich Gefühle der Sicherheit, des Angenommen- und Geliebtseins. Somit wird diese Bindungsbeziehung zu einem sicheren Ort, an dem Menschen wachsen und reifen können", führte der Suchtexperte aus.
Wie in einer modernen Gesellschaft, in der die klassischen Eltern- und Erziehungsmodelle immer weniger praktiziert werden, trotzdem Bindungsqualitäten erzeugt werden können, darüber wurde im Anschluss an den Vortrag lang und intensiv diskutiert. "Eine gute Suchtpräventionsarbeit leisten wir, so haben wir es heute gelernt, wenn wir unseren Mitmenschen, ob am Arbeitsplatz oder im privaten Bereich mit Wertschätzung, Achtung, liebevollen Worten und offenen Herzen begegnen", fasste Jutta Rost die Erkenntnisse zusammen. red
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