Laden...
Strullendorf
Jugendhilfe 

Liebe, Vertrauen, Stärke

In Strullendorf feierte der Verein "Pfad für Kinder e.V." seinen 30. Geburtstag.
Artikel drucken Artikel einbetten
Besucher informieren sich über den Verein "Pfad". Foto: asp
Besucher informieren sich über den Verein "Pfad". Foto: asp
Mit einer kurzweiligen Jubiläumsfeier und einer Zaubershow blickte der Verein der Pflege- und Adoptivfamilien in der Aula der Grund- und Mittelschule auf seine Anfänge zurück und ehrte langjährige Vereinsmitglieder. Die Schirmherrschaft hatten Landrat Johann Kalb (CSU) und der Oberbürgermeister der Stadt Bamberg, Andreas Starke (SPD), übernommen. Darüber hinaus waren zahlreiche Bürgermeister aus den Mitgliedsgemeinden, Behördervertreter sowie Verbandsfunktionäre anwesend, so unter anderem Peter Abele, der Vorsitzende des Landesverbands "Pfad für Kinder".
In den 30 Jahren seit seiner Gründung ist der Verein von einer kleinen Gruppe von Familien zu einer der größten Pfad-Vereine in Bayern angewachsen. Mittlerweile zählt er über 70 Mitgliedsfamilien in der Stadt und im Landkreis Bamberg. Darüber hinaus unterstützen 22 Gemeinden aus dem Landkreis und der Stadt die wichtige und notwendige Arbeit des Vereins durch ihre Mitgliedschaft. Seit 2002 ist man darüber hinaus anerkannter Träger der freien Jugendhilfe.
Landrat Johann Kalb (CSU) würdigte in seiner Laudatio die Arbeit der Adoptiv- und Pflegeeltern, die Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können, "Liebe, Vertrauen und Stärke schenken". Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD), der für den kurzfristig verhinderten Oberbürgermeister eingesprungen war. Er dankte für die überaus wichtige gesellschaftspolitische und ehrenamtliche Tätigkeit der Familien. Sei doch für ihn "die Geborgenheit in einer Familie die beste Voraussetzung für eine positive Entwicklung der Kinder".


Umfangreiches Programm

Neben der Unterstützung und Begleitung der Familien mit Pflege- und/oder Adoptivkindern bietet der Verein viele gesellige Veranstaltungen, zum Beispiel Familienausflüge, eine Osterwanderung, ein Grillfest in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern oder auch Aktionen in den Ferien an. Daneben gibt es Fachvorträge, Workshops und Gesprächskreise.
Die Erste Vorsitzende, Hildegard Halm-Goetz, bedankte sich bei ihren Mitstreitern und den "vielen fleißigen Helfern im Hintergrund" sowie den Sponsoren des Vereins, ohne die die ganz Bandbreite der Vereinsarbeit nicht geleistet werden könnte. Auf die Frage nach ihren Wünschen für die nächsten 30 Jahre antwortete die Vorsitzende, die selbst seit über 25 Jahren Pflegemutter ist, dass sie sich sehr freuen würde, wenn es immer wieder Familien gibt, die sich dieser Aufgabe stellen. Weiß sie doch aus eigener Erfahrung mit acht Pflegekindern, von denen noch drei zu Hause leben, dass man mit seinen Aufgaben wächst und die einem anvertrauten Kinder einem viel Freude schenken. Wünschenswert wäre für sie auch, dass die Arbeit der Eltern, "die auch manchmal sehr schwierig und kräftezehrend sein kann", von der Gesellschaft besser gewürdigt wird. Dafür braucht der Verein weiterhin die Unterstützung durch die Politik und die beteiligten Behörden und Ämter.
Die Ehrungen nahmen Landrat und Bürgermeister gemeinsam vor. Geehrt wurden Werner Kochler (Gründungsmitglied, langjährige Tätigkeit im Vorstand, 1986-1996 stellvertretender Vorsitzender), Ulrike Hain (Vereinsmitglied seit 1989, seit 2010 stellvertretende Vorsitzende), Christine Bräutigam (Vereinsmitglied seit 1998, seit 2010 stellvertretende Vorsitzende), Elke Imhof (Vereinsmitglied seit 2003, betreut seit über zehn Jahren die Homepage des Vereins) und Hildegard Halm-Goetz (Vereinsmitglied seit 1991, seit 2000 Erste Vorsitzende).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren