Buttenheim

Levi Strauss ist gefragter denn je

Museumsleiterin Tanja Roppelt stellte im Buttenheimer Marktgemeinderat ihren Jahresbericht 2016 vor.
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Firmenhistorikerin Tracey Panek zeigte 2016 Schätze aus dem Levi-Strauss-Firmenarchiv im Buttenheimer Museum. Foto: Andrea Spörlein
Firmenhistorikerin Tracey Panek zeigte 2016 Schätze aus dem Levi-Strauss-Firmenarchiv im Buttenheimer Museum. Foto: Andrea Spörlein
Nach wie vor erfreut sich das Geburtshaus von Levi Strauss in Buttenheim großer Beliebtheit bei Besuchern aus dem In- und Ausland. Neben den "klassischen" Ausstellungen im Levi-Strauss-Museum, so im Berichtszeitraum zum Beispiel zum Thema "Ansichtssache - Anziehsache. Kleidung in Karikaturen des 19. und 20. Jahrhunderts" - wird das Haus immer wieder für Vorträge genutzt. Prof. Ralf Georg Czapla (Universität Heidelberg) sprach über "Jeans on ... Eine Literatur- und Kulturgeschichte der Jeans". Darüber hinaus besuchen viele Schulklassen das Museum, berichtete Tanja Roppelt. Eine Schülergruppe des Ehrenbürg-Gymnasiums Forchheim erarbeitete sich vor Ort die Erfolgsgeschichte des Levi Strauss und setzte das Gelernte im Rahmen eines Theaterstücks um.


Beliebter Ort für Trauungen

Weiterhin wird das Museum gern als Ort für Trauungen ausgesucht. Im vergangenen Jahr wurden dort über 20 Ehen geschlossen. Beliebt ist es auch bei Institutionen, Unternehmen und Behörden für Veranstaltungen und Tagungen.
Es gelang Tanja Roppelt, die guten Kontakte mit der Levi's- Firmenzentrale weiter auszubauen. Sicherlich, auch "weil dort erkannt wurde, wie umsichtig mit dem Erbe des Firmengründers umgegangen wird". So konnten Firmenhistorikerin Tracey Panek und Seth Ellison, Executive Vice President and President Levi's Europe, in Buttenheim begrüßt werden. Ganz stolz sei man, dass exklusiv für das Museum ein Levi's Buttenheim-Shirt auf den Markt gebracht wurde. Das Shirt gibt es in weiß und schwarz und kann im Museums-Shop käuflich erworben werden.
Zudem konnte das Museum seine Sammlung durch eine von Papst Franziskus signierte Levi's 501 erweitern, die zur Zeit im Museum ausgestellt ist.
Für die Museumsleiterin wird die Öffentlichkeitsarbeit und vor allem die Akquise von Drittmitteln zu einem immer wichtigeren Betätigungsfeld. Ihr Dank galt in diesem Zusammenhang insbesondere der Kulturstiftung der Sparkasse, der Oberfrankenstiftung und dem Förderverein des Museums. Alle Sonderausstellungen und Veranstaltungen konnten dadurch zum größten Teil über Mittel aus Stiftungen und von Sponsoren finanziert werden. Eine völlig neue Form der Werbung ermöglicht die Kooperation mit einem lokalen Busunternehmer. Der neue Fernreisebus macht ab sofort europaweit Werbung für das Levi-Strauss-Museum.


Planungen für 2017 stehen

Die meisten Planungen für 2017 sind schon weit fortgeschritten. Die Ausstellung über fotografische Momentaufnahmen aus dem Nachlass von Maximilian Hagn kann noch besichtigt werden. Sie wird im März abgelöst durch die vierte Ausstellung im Rahmen der Reihe "Art in B." Jose Salinas wird seine außergewöhnliche Ausstellung "Introspection" präsentieren. Es folgt im Mai eine Sonderausstellung zum Thema "Goldrausch".
Für Buttenheims Bürgermeister Michael Karmann (ZWdG/CSU) ist das Museum ein "wichtiger Botschafter für den Markt Buttenheim, weit über die Landkreisgrenzen hinaus". Dies sei unter anderem auch der Verdienst der Museumsleiterin und ihrem großen ehrenamtlichen Helferteam.
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