Lichtenfels

Leichenhauszwang für alle

Lichtenfels — Zum FT-Artikel "Trauerfeiern sollen wieder in der Kirche stattfinden können" vom 18. November, Seite 11, ging uns folgende Stellungnahme der Stadt ein: "Bei der Bürge...
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Lichtenfels — Zum FT-Artikel "Trauerfeiern sollen wieder in der Kirche stattfinden können" vom 18. November, Seite 11, ging uns folgende Stellungnahme der Stadt ein:
"Bei der Bürgerversammlung in Buch am Forst wurde das Thema ,Benutzung der Aussegnungshalle auf dem Friedhof Buch am Forst‘ angesprochen. Bürgermeister Andreas Hügerich wies darauf hin, dass bezüglich Trauerfeiern bisher kein Leichenhauszwang bestand. Deshalb ist die Aussage nicht korrekt, ,dass die Trauerfeier bei Erdbestattungen seit Neuestem jetzt wieder in der Kirche stattfinden dürfe‘. Beim in der städtischen Satzung erwähnten Leichenhauszwang geht es nicht um einen Leichenhauszwang für den Beerdigungsgottesdienst. Dies wurde dem im Bericht erwähnten Pfarrer Schwarz sowohl im genannten Gespräch, in einem vom 15. 10. 2014 datierten Schreiben und dem Ortssprecher Andreas Welz in einem Telefongespräch am 5. 11. 2015 in der Vergangenheit mehrmals erläutert. Zum einem hat sich Pfarrer Schwarz nicht, wie im Bericht widergegeben, vernehmlich hierzu öffentlich geäußert, dass die ,gegenteilige Behauptung der Stadt Lichtenfels nicht der Wahrheit entspreche‘. Die Verwaltung hätte sich gegen eine solche Äußerung auch aus-drücklich verwahrt, da dies belegbar nicht der Fall ist.
Die vom Ortssprecher und Berichterstatter im Zeitungsbericht vorgebrachten beiden Punkte zur Nutzung der Aussegnungshalle wurden auch nicht als ,Anträge‘, sondern als ,Anfragen‘ eingebracht. Zu Punkt 1, der die Wahrnehmung der Überprüfungspflicht betraf, erläuterte die Verwaltung, dass die Stadt ihrer gesetzlichen Überprüfungspflicht bei einer Bestattung nachkommen müsse. Wie sie dies mache, liege in ihrem pflichtgemäßen Ermessen. Die Stadt habe hierzu in ihrer Satzung bei Erdbestattungen grundsätzlich den Leichenhauszwang für alle städtischen Friedhöfe festgelegt. Der Stadtrat habe dies aus Gründen des Allgemeinwohls, der Pietät und der Zweckmäßigkeit so beschlossen. Das Interesse eines einzelnen Bestattungsunternehmens stehe nicht im Vordergrund. Zu Punkt 2 der Anfrage bezüglich der Aufbewahrung eines Verstorbenen in der Aussegnunghalle, versprach die Verwaltung, dass der Ortssprecher ausführlich informiert werde. Dies wurde in der Zwischenzeit von der Friedhofsverwaltung auch erledigt. Die Verwaltung verweist darauf, dass es in Aussegnungshallen in anderen Gemeinden zu Leichenschändungen gekommen ist. Aus diesem Grund und aus hygienischen Gründen, weil eine Kühlung in der Aussegnungshalle in Buch nicht eingerichtet ist, ist es für die Verwaltung nicht verantwortbar, Särge schon am Vorabend in die Aussegnungshalle zu verbringen. Die Stadt sieht keinen Bedarf, in der Aussegnungshalle in Buch eine Kühlung vorzuhalten."
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