Laden...
Herzogenaurach

Lehrer lernen das Lehren

Lernen heute funktioniert nicht mehr mit den Methoden des 20. Jahrhunderts. Aber wie funktioniert es dann? Dieser Frage gingen die Pädagoginnen der Montesso...
Artikel drucken Artikel einbetten
Claus Kaul
Claus Kaul
Lernen heute funktioniert nicht mehr mit den Methoden des 20. Jahrhunderts. Aber wie funktioniert es dann? Dieser Frage gingen die Pädagoginnen der Montessori-Schule Herzogenaurach in einem eintägigen Workshop unter der Anleitung des Montessori-Experten Claus Kaul nach. Das geht aus einem Pressebericht der Schule hervor.
Dabei stellte Kaul den Päda-goginnen als Diskussions- und Reflexions-Basis neueste Literatur aus den Wissenschaftsbereichen Medizin, Psychologie, Soziologie und Biologie, immer im Einklang mit der Pädagogik, vor. Die Werke stammen von Haim Omer (Psychologieprofessor) "Neue Autorität", Gerald Hüther (Neurobiologe) und Christoph Quarch (Philosoph, protestantischer Theologe) "Rettet das Spiel", Joachim Bauer (Arzt, Molekularbiologe und Neurobiologe) "Lob der Schule" und Hartmut Rosa (Soziologe und Politikwissenschaftler) und Wolfgang Endres (Pädagoge) "Resonanzpädagogik").


Gelegenheit zum Austausch

In Gruppenarbeit besprachen die Teilnehmer bedeutsame Inhalte auf der Basis neuer Erkenntnisse und Thesen, diskutierten und stellten Reflexionen des Tuns als Pädagogen mit Schülern, Eltern und auch innerhalb des Teams an. In allen diesen neuen Inhalten stellten die Arbeitsgruppen große Übereinstimmung bzw. Kompatibilität zu den Kernaussagen Maria Montessoris und ihrer Pädagogik fest. Der Team-Tag gab Raum und Gelegenheit, sich über Themen auszutauschen, die im täglichen Miteinander wichtig sind. Diese reichten von Beharrlichkeit, Beziehung und Anspruchshaltung bis zur Fehlerkultur.
"Besonders gut hat mir persönlich die Erkenntnis gefallen, dass unsere Schule mit unserem Zusammenwirken als Einheit gelebt werden will. Das bedeutet wiederum, dass gemeinsame Beziehungen zwischen uns allen für ein lernförderliches Klima und eine positive Atmosphäre benötigt werden. Das ist unser aller Anteil an einer vorbereiten Umgebung für ,unsere‘ Kinder", fasst die Schulleiterin Dina Cerisier den Fortbildungstag zusammen.


Eine gelungene Beziehung

Mittlerweile schon traditionell schließt der Fortbildungs-Tag der Pädagoginnen mit einer Fortbildung für alle Eltern und Interessenten ab. Auch dabei war die gelungene Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen das Zentrum der Überlegungen. Freude am Tun und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, eine gute Beziehung zwischen Pädagogin und Schüler - so gelingt nachhaltiges Lernen. Deswegen ist das Spiel so wichtig für das Lernen, oder wie Maria Montessori sagt "Das Spiel ist die Arbeit der Kinder". Intuitiv konnten die anwesenden Eltern diese Überlegung mitgehen - und sie deckte sich vielfach mit den eigenen Erfahrungen. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren