Kulmbach

Lehmann: SPD-Anträge niedergebügelt

Drei Themen liegen der Kulmbacher SPD am Herzen: der Umbau des Zentralparkplatzes, die Schaffung eines Graffiti-Wettbewerbs an der Flutmulde und die Sprengu...
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Hohe Ehrung für langjährige Parteimitglieder (von links): Inge Aures, Helga Stenglein, Ingo Lehmann, Klaus Spyra, Erika Brose, Simon Moritz, Kerstin Lobe, Martina Schmidt und Willi Gruber  Foto: Stephan Herbert Fuchs
Hohe Ehrung für langjährige Parteimitglieder (von links): Inge Aures, Helga Stenglein, Ingo Lehmann, Klaus Spyra, Erika Brose, Simon Moritz, Kerstin Lobe, Martina Schmidt und Willi Gruber Foto: Stephan Herbert Fuchs
Drei Themen liegen der Kulmbacher SPD am Herzen: der Umbau des Zentralparkplatzes, die Schaffung eines Graffiti-Wettbewerbs an der Flutmulde und die Sprengung des Sprungturms im Freibad. Bei der Hauptversammlung kritisierte Vorsitzender Ingo Lehmann die Kostenüberschreitungen für die Umgestaltung des Zentralparkplatzes. "Wir haben immer wieder deutlich gemacht, dass es so nicht weitergeht", sagte er. Zuletzt sei dem Stadtrat im Mai von einer Steigerung von 13,5 auf 13,9 Millionen Euro berichtet worden.
Positiv sehen die Sozialdemokraten, dass die Bauvergaben rund 1,3 Millionen Euro unter den Kostenberechnungen des Architekturbüros lagen. "Wir hoffen, dass sich diese Zahlen dann auch positiv auf das Abschlussergebnis auswirken", so Lehmann. Ein Beispiel dafür, dass Anträge der SPD zunächst einmal niedergebügelt werden, sah der Vorsitzende in seinem Vorschlag für einen Graffiti-Wettbewerb entlang der Flutmulde. Die riesigen Betonelemente würden nach kürzester Zeit sicher beschmiert.


Woanders funktioniert das

Um diesen illegalen Schmierern vorzubeugen, sollte die Stadt ganz offiziell einen Wettbewerb durchführen und die besten Motive auszeichnen. "Wir wollen ja nicht gleich die gesamte Flutwand bemalen, aber vielleicht mal 50 Meter", sagte Lehmann. In anderen Städten funktioniere das jedenfalls hervorragend.
Alles andere als hervorragend war für die SPD die Sprengung des Sprungturms im März im Kulmbacher Freibad. "Das Problem war nicht der Turm, das Becken war marode", gab Lehmann zu bedenken. Vor allem hätte vor der Sprengung die Möglichkeit einer Nachfolgenutzung ausgelotet werden müssen. Einfach zu wenig sei es, wenn man jetzt die Errichtung einer Liegewiese als Aufwertung darstellt.
Zuvor hatte sich Landtagsvizepräsidentin und Kreisvorsitzende Inge Aures für das noch zu verabschiedende bayerische Integrationsgesetz starkgemacht. Als Beispiel für gelungene Integration an der Basis bezeichnete sie die Aufnahme von 60 unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen durch die Kulmbacher Arbeiterwohlfahrt vor rund einem Jahr. Ein Drittel davon lebe mittlerweile in eigenständigen Wohngruppen.
Bei der Wahl der elf Delegierten zur Bundeswahlkreiskonferenz setzten sich die folgenden Persönlichkeiten durch: Inge Aures, Simon Moritz, Ingo Lehmann, Matthias Meußgeyer, Elisabeth Weith, Helmut Breitenfelder, Hans Werther, Erika Brose, Christine Flauder, Heike Schweens und Theresa Weith. Ihre Aufgabe wird es sein, bei der Aufstellung des Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 abzustimmen. Das soll im September 2016 geschehen.
Für langjährige Parteizugehörigkeit wurden Erika Brose und Willi Gruber (40 Jahre), Helga Stenglein und Klaus Spyra (beide 25) und Martina Schmidt (zehn) ausgezeichnet. shf



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