Steinwiesen

Leerstand weckt Interesse der Bürger

von unserer Mitarbeiterin  Susanne Deuerling Steinwiesen — Pascal Bächer gab in der Sitzung des Gemeinderates Steinwiesen einen Sachstandsbericht über die Arbeit und Pläne bezüglic...
Artikel drucken Artikel einbetten
von unserer Mitarbeiterin 
Susanne Deuerling

Steinwiesen — Pascal Bächer gab in der Sitzung des Gemeinderates Steinwiesen einen Sachstandsbericht über die Arbeit und Pläne bezüglich des Stadtumbaumanagements. Am interessiertesten seien die Bürger am sogenannten Leerstandsmanagement.
Das Sanierungsprogramm der drei Kommunen werde bereits jetzt gut angenommen und es habe schon über 15 Anfragen gegeben, davon fünf in Steinwiesen. Ein Antrag liege nun sozusagen als "Versuchsballon" bei der Regierung von Oberfranken zur Genehmigung. Außerdem wurde eine "Förderfibel" herausgegeben, die über alle Möglichkeiten der staatlichen Förderung unabhängig vom interkommunalen Förderkonzept informiert.
Nach Rückfrage von Jürgen Eckert (CSU), ob auch die Ortsteile bei den Leerständen erfasst wurden, sagte Bächer, dass sie ebenfalls mit befragt wurden. Die Homepage des Oberen Rodachtals werde zurzeit ebenfalls überarbeitet und solle zu einer interkommunalen Homepage werden, die nicht nur über Tourismus und Angebote für Familien, sondern auch über Immobilien und Gewerbeflächen informiert. "Es soll alles hier ersichtlich sein, was die drei Kommunen zu bieten haben. Im Herbst hoffe ich, dass sie soweit fertig ist", erklärte Pascal Bächer. Die Jugendprojekte liefen in Nordhalben und Wallenfels gut, jedoch sei in Steinwiesen absolut keine Resonanz zu spüren, deshalb sei dieses Vorhaben vorerst zurück gestellt worden.
Ein neues Gutscheinsystem werde im Herbst kommen, es haben sich schon etliche Geschäfte bereit erklärt, hier mitzumachen. Im Bereich Tourismus werde eine Leitbildentwicklung angestrebt unter der Leitung von Nicole Burger, die auch für Kronach Creativ tätig ist. Dies werde in allen drei Kommunen stattfinden.
Ein wichtiges Thema, das in den nächsten Jahren immer aktueller werde, ist ein Generationenkonzept. Der Trend gehe von reinen Seniorenheimen weg zu alternativen Wohngemeinschaften. Das Ziel sei hier, eine Grundlage für potenzielle Investoren zu schaffen und ein Konzept mit Möglichkeit zur Vermarktung zu verfassen. Die ältere Bevölkerung soll aktiviert und eine Bedarfserhebung durchgeführt werden.
Apropos Senioren: Nach drei Jahren ist das Förderprogramm für die Seniorengemeinschaft Kronach Stadt und Land ausgelaufen und das Netzwerk muss sich nun selbst tragen. Die Initiatorin und Vereinsvorsitzende Bianca Fischer-Kilian stellte im Marktgemeinderat Steinwiesen das Projekt vor. Aktuell beträgt die Mitgliederzahl 512 aus 17 Gemeinden und sie ist steigend. Auch aus Steinwiesen sind etliche bereits in diesem Netzwerk dabei. Es ist eine Art Selbsthilfe-Gemeinschaft, wo jeder das einbringt, was er kann. Ein Geben und Nehmen, das pro Stunde abgerechnet wird. Es werden kleine Handreichungen angeboten, jemand braucht Hilfe bei Hausarbeiten, im Garten oder Hilfestellung bei technischen Problemen.
Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) meinte, der Staat sollte dieses Projekt auch weiter fördern, denn hier sei eine Nachbarschaftshilfe entwickelt worden, die wirklich Sinn gibt. Für den Fraktionsvorsitzenden der CSU, Jürgen Eckert, ist klar, dass es nun auch die Aufgabe des Gemeinderates ist, die Seniorengemeinschaft zu unterstützen und auch in den Ortsteilen mehr bekannt zu machen. Weitere Infos gibt es unter www.seniorengemeinschaft-kronach.de und unter Telefon 09261/9100115.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren