Bamberg

Leere Becken trotz "Sommer"

Schwimmbäder  Normalerweise herrscht in den Sommermonaten Hochbetrieb an Seen und in den Schwimmbädern. Doch die schlechten Wetterverhältnisse im August sorgen für eine Sommerflaute.
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Die wenigen Hartgesottenen, die sich bei diesen Temperaturen ins Wasser trauen, freuen sich über freie Bahnen.  Foto: Anna-Lena Wolfarth
Die wenigen Hartgesottenen, die sich bei diesen Temperaturen ins Wasser trauen, freuen sich über freie Bahnen. Foto: Anna-Lena Wolfarth
von unserer Mitarbeiterin Annika Munk

Bamberg — Herbst statt Sommer scheint die Devise des Wetters in den letzten Wochen gewesen zu sein. Statt Sonnenschein gab es Regen satt und Temperaturen um die 10 Grad. Laut Wetterochs baut sich über weiten Teilen Europas eine Hochdruckzone auf, die uns ab Mitte dieser Woche schönes und sonniges Wetter bringen soll. So richtig heiße Tage werden wir diesen Sommer aber wohl nicht mehr erleben.
Keine Schlange vor dem Eingang zu den Liegewiesen, kein Getobe in den Kinderbecken und lediglich zwei Hartgesottene im Schwimmerbecken, die ihre Bahnen ziehen. In den letzten Wochen sah es für die Bamberger Freibäder nicht gerade rosig aus. Im Vergleich zum Vorjahr seien es rund 60 Prozent weniger Badelustige gewesen, schlechter besucht waren die Schwimmbäder lediglich im August 2006 und 2010, so der Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg, Jan Giersberg.

Extreme Wetterschwankungen

Ähnlich wie in diesem Jahr waren die Sommer 2006 und 2010 von Extremen geprägt. Auf Rekordhitze folgten fast schon herbstliche Temperaturen. Die niedrigen Temperaturen wirkten sich auch auf die Zahl der Schwimmbadbesucher aus, so dass kaum einer mehr die Erfrischung im kühlen Nass suchte.
Dies bestätigte auch Dennis Mordmüller, Fachangestellter für Bäderbetriebe im Freibad in Gaustadt. Nur wenige Familien wagten sich bei den niedrigen Temperaturen ins Freibad, und das, obwohl die Becken von einer Solaranlage beheizt werden. Da sich die Sonne aber in den letzten Wochen nur wenig gezeigt hat, liegt die Wassertemperatur momentan im Schnitt bei 20 Grad. Das ist den meisten zu wenig.
Lediglich die Stammgäste trotzen dem herbstlichen Wetter. "Ich bin in diesem Jahr schon zum 76. Mal da", sagt Rudolf Röckelein, der fast jeden Tag kommt, auch bei Regen. Von dem schlechten Wetter lässt er sich nicht abschrecken. Ganz im Gegenteil, für ihn haben die miesen Temperaturen auch Vorteile: "Ich bin froh über die freien Becken. Dann kann ich in Ruhe meine Bahnen ziehen."
Trotz des schlechten Wetters hatte das Gaustadter Freibad jeden Tag geöffnet. Lediglich für einen halben Tag musste das Bad schließen, weil es nicht aufhören wollte zu regnen. Aber das kam nur ein einziges Mal vor. Die Stadtwerke Bamberg hoffen jetzt auf einen warmen Spätsommer, der die Leute noch bis Mitte September in die Schwimmbäder lockt.

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