Veitlahm

Leckerbissen für Jazz-Freunde

Voll besetzt war das Atelier Burger in Veitlahm am Vorabend zum 1. Advent, wer da etwas Besinnliches erwartete, lag nicht falsch. Was das Beka-Gigauri-Trio ...
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Piano-Jazz vom Feinsten boten (von links) Beka Gigauri, Georg Hofmann und Hans-Jörg Lorenz. Foto: Burger
Piano-Jazz vom Feinsten boten (von links) Beka Gigauri, Georg Hofmann und Hans-Jörg Lorenz. Foto: Burger
Voll besetzt war das Atelier Burger in Veitlahm am Vorabend zum 1. Advent, wer da etwas Besinnliches erwartete, lag nicht falsch. Was das Beka-Gigauri-Trio dem Publikum jenseits aller Weihnachtsklischees bescherte, war Piano-Jazz vom Feinsten. Eine besinnliche Musik, weil besonnen-reflektiert und sinnlich-gefühlvoll zugleich.
Introspektion und Dialog, nach innen lauschen und dabei mit den musikalischen Partnern kommunizieren, das konnte man als durchgängiges Muster der weitgespannten Improvisationen Beka Gigauris am E-Piano und seiner Mitstreiter Georg Hofmann am Bass und Hans-Jörg Lorenz am Schlagzeug erfahren.
Zu hören waren Jazz-Standards sowohl aus dem American Songbook der Vorkriegszeit als auch von Jazzmusikern der 50er und 60er Jahre. Aber auch ein Chanson von Jaques Brel und als einzige weihnachtliche Referenz Mel Tormés "Christmas Song" als Solovortrag am Piano waren dabei. Die Werke im langsamen Balladentempo, von harmonischer Dichte und ausdrucksvoller melodischer Kraft geprägt, beförderten das ganz eigene Spiel Beka Gigauris. Das Spiel Georg Hofmanns auf seiner akkustischen, bundlosen Bassgitarre gab dem eine zusätzliche farbige und melodiöse Dimension. Dazu gesellte sich die unaufdringliche "Besenarbeit" des Time-keepers Hans-Jörg Lorenz am Schlagzeug. Der Auftritt des neuen Beka-Gigauri-Trios wurde nicht nur zu einem besinnlichen, sondern auch zu einem bemerkenswertem Abend. Ein guter Auftakt in die Weihnachtszeit. Georg Köstner
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