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Niedermirsberg

Langweile ist für die jungen Feuerwehrler ein Fremdwort

von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind Niedermirsberg — "In die Feuerwehr dürfen junge Menschen erst mit zwölf Jahren eintreten", erklärt Lisa Kasseck. Sie ist die Betreuerin der...
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Für die jungen Feuerwehrler ist in Niedermirsberg einiges geboten.  Foto: p
Für die jungen Feuerwehrler ist in Niedermirsberg einiges geboten. Foto: p
von unserer Mitarbeiterin Carmen Schwind

Niedermirsberg — "In die Feuerwehr dürfen junge Menschen erst mit zwölf Jahren eintreten", erklärt Lisa Kasseck. Sie ist die Betreuerin der Bambinigruppe der Feuerwehr Niedermirsberg. Da die Jugendlichen in diesem Alter schon viele Hobbies haben oder in einem anderen Verein sind, hat die Feuerwehr im Jahr 2008 eine Bambinigruppe ins Leben gerufen, für Kinder ab sechs Jahren.
Betreut werden die zwölf Kinder, von denen vier Mädchen sind, auch noch von Nadine Walz und Helena Leikam. "In diesem Jahr sind acht Kinder von den Bambinis in die Jugend gewechselt", erzählt Nadine Walz. Einer davon ist Jakob Längenfelder, der auch noch Trompete in der Blaskapelle spielt: "Aber für die Feuerwehr habe ich immer Zeit." Mit seiner Gruppe durfte er sogar einmal den Brandcontainer besuchen. "Bei uns haben sie das Licht angelassen und wir haben Helme und Handschuhe bekommen", erzählt Jakob. Auch habe er schon einen Notruf geübt und sei mit einem Feuerwehrauto durchs Dorf gefahren.

"Weilersbach als Vorbild"

"Wir erklären die Aufgaben der Feuerwehr spielerisch. Und manche Aktivitäten machen wir gemeinsam mit der Jugend", berichtet Lisa Kasseck.
Zu den Aktivitäten zählen beispielsweise ein Erste-Hilfe- Kurs oder ein Zeltlager. An der Kerwa wird ein eigener Bambinikerwabaum aufgestellt und die Kleinen dürfen ein Fässla anzapfen und den Inhalt sogar aus ihren Krügla trinken. Dieses Fässla wird speziell mit Apfelsaft abgefüllt.
Die Kinder basteln unter anderem die Hexe für das Johannisfeuer oder helfen beim Osterbrunnen, denn Traditionen sollen gewahrt werden. "Unser Vorbild war Weilersbach" sagt Lisa Kasseck. So hätten sie am Anfang Eltern von Kindern angeschrieben, die sich informieren konnten. Und diese waren angetan, dass sie ihre Kleinen in die Obhut von ausgebildeten Betreuern geben konnten. Eine weitere Aktion ist das Ramadama.
Hier gehen die Kinder durchs Dorf und säubern es. "Da haben wir einen platten Frosch, Knochen und tote Vögel gefunden", erzählt Jakob Längenfelder. "Der Spaß kommt nicht zu kurz, das ist wichtig", sagt der stellvertretende Vorsitzende Thomas Redel.


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