Laden...
LKR Haßberge

Landkreis will Familienzentrum nach schwedischem Vorbild

Vor rund eineinhalb Jahren, so erklärte der Landrat Wilhelm Schneider gestern vor dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages Haßberge, sei er gemeinsam mit Hor...
Artikel drucken Artikel einbetten
Vor rund eineinhalb Jahren, so erklärte der Landrat Wilhelm Schneider gestern vor dem Jugendhilfeausschuss des Kreistages Haßberge, sei er gemeinsam mit Horst Hofmann, dem Geschäftsführer des Landratsamtes, und Christoph Schramm vom Jugendamt nach Schweden gereist.
Dort habe sich die Delegation "das schwedische Modell" eines Familienzentrums angeschaut, das dort in Kommunen den Zweck erfüllt, vor allem Flüchtlingsfamilien sowie bildungsferne Familien an ein System der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung heranzuführen. "Wir haben überlegt, das auf unsere Kommune zu übertragen", sagte Schneider, denn das Konzept habe die Haßberge-Delegation überzeugt. Da nun die Bundesregierung ein Modell mit ähnlichen Zielen auf den Weg gebracht hat ("Kita-Einstieg - Brücken bauen in frühe Bildung"), habe sich der Landkreis für dieses Konzept beworben. Erfolgreich: "Dass wir jetzt 90 Prozent Förderung kriegen, ist ein Glücksfall", sagte Schneider im Ausschuss in Haßfurt.
Um das Bundesprogramm umzusetzen, werden fünf neue halbe Stellen geschaffen, die Förderhöhe beträgt hier maximal 150 000 Euro pro Jahr. "Die Eigenleistung des Zuwendungsempfängers ist mit zehn Prozent der Gesamtausgaben vorgesehen", heißt es in der Sitzungsvorlage des Landratsamtes. Das Bundesprogramm hat demnach eine Laufzeit bis Ende 2020. In dem Familienzentrum sollen mit dem Förderprogramm unter anderem die Bereiche Koordinierende Kinderschutzstelle, Frühe Hilfen (zum Beispiel Familienhebamme), Kindertagespflege und wirtschaftliche Jugendhilfe mit dem Förderprogramm "Kita-Einstieg" zusammengefasst werden.
Auch ging es im Jugendhilfeausschuss darum, ob die Jugendsozialarbeit an Schulen aufgestockt werden soll. Der Kreis Haßberge nimmt laut der Regierung von Unterfranken bei der Jugendsozialarbeit (JaS), bezogen auf seine Größe, unterfranken- und bayernweit eine Spitzenposition ein. So werden derzeit 22 Fachkräfte mit 12,5 Stellenanteilen an 19 Schulstandorten (18 Schulen) vom Landkreis gefördert. Weitere Anträge der Grundschule Hofheim auf Einrichtung einer solchen Stelle und vom Gymnasium in Haßfurt auf Aufstockung einer solchen Stelle wurden vom Jugendhilfeausschuss abgelehnt. al/gg

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren