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Bad Kissingen
Senioren

Landesseniorenvertretung: Lobby-Arbeit für alte Menschen

In der Kurstadt und im Landkreis lässt es sich im Seniorenalter gut leben. Dies verdeutlichten die Vertreter der Kommunalpolitik während der Bezirksversammlung der Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB).
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In der Kurstadt und im Landkreis lässt es sich im Seniorenalter gut leben. Dies verdeutlichten die Vertreter der Kommunalpolitik während der Bezirksversammlung der Landesseniorenvertretung Bayern (LSVB), die sich Bad Kissingen als Schauplatz für ihr Treffen auserkoren hatte.


Treffen zwei Mal im Jahr

Zwei Mal im Jahr finden diese Treffen laut Bezirkssprecher Dieter Kothe statt. Kothe war es vorbehalten, den LSVB vorzustellen. So bietet der Verband unter anderem Fortbildungen an, die sich an alle richten, die in der Seniorenarbeit aktiv sind. Dabei geht es um Themen wie Pflege, Gesetzgebung, Städtebau und Busbegleitung.
Außerdem wiesen Kothe und die stellvertretende Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Bayern, Gertrud Fries, auf die Arbeit des LSVB im Landespflegeausschuss hin. "Wir machen beim Gesetzgeber Lobbyarbeit für Senioren", sagte Dieter Kothe. Zum Beispiel setze man sich dafür ein, einen Lehrstuhl für Geriatrie nach Bayern zu bekommen, ergänzte Gertrud Fries.
Rund 70 Teilnehmer aus ganz Unterfranken waren zur Bezirksversammlung gekommen, darunter viele haupt- und nebenamtliche Vertreter von Kommunen und Landkreisen, die sich in der Seniorenarbeit engagieren.


Kooperation mit der Stadt

Die Arbeit des Bad Kissinger Seniorenbeirates stellte Vorsitzender Helmut Beck vor. "Wir tragen die Wünsche der Senioren an die Stadt heran", betonte Beck. Dabei kümmere man sich auch um bauliche Angelegenheiten. So habe der Beirat zum Beispiel erreicht, dass die Staatsstraße vom Klaushof vor dem Erreichen der Nordbrücke einen Geschwindigkeitstrichter erhalten hat, so dass die Autofahrer dazu bewogen werden, hier das Tempo herunterzuschrauben. Aktuell setze man sich für die Sanierung der Treppe zwischen Salinen- und Heinrich-von-Kleist-Straße ein.
Bevor der Referatsleiter für Jugend, Familie und Soziales, David Rybak, ein Referat zum Thema "Generationsübergreifende Ausrichtungen Bad Kissingens" hielt, hatte OB Kay Blankenburg (SPD) den Seniorenbeirat der Stadt als wichtigen Impulsgeber gewürdigt und Bad Kissingen als Projektstadt "Ganz jung - ganz alt - ganz Ohr" vorgestellt.
"Hier lässt sich Urlaub machen und wohnen", so Kurdirektor Frank Oette. Er verwies auf Angebote wie Kurorcherster, Gärten und Parks sowie das kulturelle Programm.


So lange wie möglich autark

Es müsse das Bestreben sein, dass alte Menschen so lange wie möglich zu Hause leben können, betonte Landrat Thomas Bold (CSU). Die Carl von Heß'sche Stiftung biete Begleitung vom Betreuten Wohnen bis zum Lebensende. Auch auf die Telemedizin kam der Landrat zu sprechen. "Bad Kissingen bietet ideale Voraussetzungen, um den Lebensabend hier zu verbringen", sagte die Seniorenbeauftragte des Stadtrates, Karin Renner (CSU). Wobei sie nicht verhehlte, dass Senioren durchaus auch ein Wirtschaftsfaktor seien. mäu-

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