Kronach

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Schwarzwild wird zur Plage Haig — Die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im Landkreis Kronach nahm bei ihrer Jahrestagung in Haig die Schwarzkittel ins Visier. Nur durch ...
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Schwarzwild
wird zur Plage

Haig — Die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften im Landkreis Kronach nahm bei ihrer Jahrestagung in Haig die Schwarzkittel ins Visier. Nur durch intensive Zusammenarbeit sei eine Bekämpfung der Schwarz wildplage möglich, erörterte Sprecher Michael Porzelt. Im vergangenen Jagdjahr habe man 1327 Wildschweine zur Strecke gebracht, über 100 mehr als im Jahr zuvor. Um aktuelle Informationen über Jagdmethoden zu erhalten, hatte man Fritz Meier, den Leiter des Forstbetriebs Nordhalben, eingeladen.
 Fritz Meier hob hervor, dass Waldbesitzer, Landwirte und Jäger die gleichen Ziele verfolgen, nämlich, dass die Verjüngung im Mischwald nicht vom Rehwild verbissen wird und landwirtschaftliche Flächen von größeren Schäden verschont bleiben. Er gehe von weiter steigenden Schwarzwildzahlen aus. Eine Möglichkeit, den Zielen näher zu kommen, sah er in der revierübergreifenden Drückjagd. Wichtig seien handwerklich geschulte Jäger und gut ausgebildete Hunde. Die Jagdgenossenschaften müssten Jagdeinrichtungen bauen und transportieren sowie Schuss-Schneisen mit den Jägern anlegen.
 "Die Gesellschaft darf die Jäger nicht alleine lassen bei der Lösung der Aufgaben", fuhr Meier fort. Verständnis sei nötig.
Nicht der Pachtpreis sei das Entscheidende, sondern das Erreichen der genannten Ziele.
 Michael Porzelt bekräftigte, nur durch Intensivierung der Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Erprobung neuer Methoden, wie Jagen mit Nachtzielgeräten, könne man Fortschritte erzielen. eh

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