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Neukirchen

Kurt Müller war die Triebfeder beim Sozialverband

Neukirchen — Wenn in Lautertal der Name Kurt Müller fällt, wird dieser unweigerlich mit dem Sozialverband Deutschland (vormals Reichsbund) in Verbindung gebracht. Am morgigen Diens...
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Ein engagierter Kämpfer für sozial Schwache: Kurt Müller wird morgen 90 Jahre alt. Foto: Martin Rebhan
Ein engagierter Kämpfer für sozial Schwache: Kurt Müller wird morgen 90 Jahre alt. Foto: Martin Rebhan
Neukirchen — Wenn in Lautertal der Name Kurt Müller fällt, wird dieser unweigerlich mit dem Sozialverband Deutschland (vormals Reichsbund) in Verbindung gebracht. Am morgigen Dienstag feiert der Kämpfer für soziale Gerechtigkeit seinen 90. Geburtstag.
Geboren wurde Müller 1925 in Ahlstadt. Das Schmiedehandwerk erlernte er in Eisfeld, später legte er die Meisterprüfung ab. Als 18-jähriger ereilte ihn das Schicksal, dass er zur Wehrmacht eingezogen wurde. Mit einigen Blessuren kehrte er zwei Jahre später aus amerikanischer Gefangenschaft zurück. Am 27. Juni 1947 führte er seine Frau Hilda vor den Trau-Altar führte.
Eine Kur sollte das Leben von Kurt Müller verändern. "Durch einen anderen Patienten wurde ich intensiv auf den Reichsbund aufmerksam", erinnert sich der Jubilar. Aus dem "einfachen" Mitglied wurde schnell der Vorsitzende des Ortsverbandes. Von 1986 bis 1998 stand er an dessen Spitze. Durch zielstrebige Arbeit und ausgeprägtes soziales Engagement wuchs die Zahl der Mitglieder von 105 auf 386. Auf seinen Wissenstand und Erfahrungsreichtum wollte man auch auf Bezirksebene nicht verzichten. Seit 1990 war Müller als Beisitzer tätig. Acht Jahre später wurde er stellvertretender Bezirksvorsitzender. Für seinen Einsatz im Ehrenamt wurde dem Jubilar 1996 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Zwei Jahre später folgte das Ehrenschild des Reichsbundes. Der damalige Landrat, Karl Zeitler, bezeichnete den Jubilar bei der Ordensverleihung als "integere Persönlichkeit des öffentlichen Lebens" in der Gemeinde.
Das soziale Umfeld war nicht das einzige Betätigungsfeld des Neukircheners. So war von 1970 bis 1978 Mitglied des Kirchenvorstandes, Gemeinderat in Neukirchen (1966 bis 1989), Gründungsmitglied (1969) und Vorsitzender (1972 bis 1978) des Wintersportvereins Neukirchen. Der örtliche Gesangsverein, dem er seit 1962 angehört, ernannte ihm zum Ehrenmitglied. Auch der Lautertaler Ortsverband des Sozialverbandes würdigte die großartige Leistung Müllers, als er 2006 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. Man zollte ihm damit auch hohen Respekt dafür, dass er im Jahr 2004 nochmals der damals neu gewählte ersten Vorsitzenden zwei Jahre als zweiter Vorsitzender zur Seite stand. Heute lebt Kurt Müller mit seiner Frau Hilda in seinem Haus in Neukirchen. Gesundheitlich musste er leichte Abstriche machen: "Es geht nicht mehr so wie vor 50 Jahren." Am täglichen Leben nimmt er immer noch rege teil. "Es vergeht kein Tag, an dem ich keine Zeitungen lese."
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