Höchstadt a. d. Aisch

Kurioser Fehler kostet Martin Grau die Gold-Medaille

Höchstadt — Martin Grau vom LSC Höchstadt galt als großer Mitfavorit bei den deutschen Crossmeisterschaften in Markt Indersdorf vor den Toren Münchens. In einem für alle Beteiligte...
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Seine Gegner hatte Martin Grau (links) eigentlich im Griff, ehe er eine Runde zu früh in den Zielkanal einbog. Foto: Theo Kiefner
Seine Gegner hatte Martin Grau (links) eigentlich im Griff, ehe er eine Runde zu früh in den Zielkanal einbog. Foto: Theo Kiefner
Höchstadt — Martin Grau vom LSC Höchstadt galt als großer Mitfavorit bei den deutschen Crossmeisterschaften in Markt Indersdorf vor den Toren Münchens. In einem für alle Beteiligten verrückten Rennen über 4,4 Kilometer blieb am Ende großes Kopfschütteln und ein Bronzeplatz. Martin Grau konnte zwar bis Anfang Januar nur eingeschränkt trainieren, aber die vergangenen Wochen liefen richtig gut bei dem Ausnahmetalent und nach dem Sieg bei der mittelfränkischen und bayerischen Crosslaufmeisterschaft war auch in Markt Indersdorf mit ihm zu rechnen.
Bereits in der Einführungsrunde lag der 22-Jährige an der Spitze und trotz eines Sturzes am Zielhang hatte er in Runde 3 teilweise einen Vorsprung von 30 Metern zu seinen Verfolgern aufgebaut. Dann kam der alles entscheidende Moment des Rennes: Ein übereifriger Zielkampfrichter hatte sich beim Rundenzählen verzählt und forderte den Biengartner optisch wie verbal lautstark zum Einbiegen in den Zielkanal auf. Dort musste er feststellen, dass seine Verfolger in die letzte Runde einbogen. Geistesgegenwärtig überwand er die Absperrungen zurück auf die Strecke und nahm die Verfolgung auf.
Vom Adrenalin getrieben übernahm er kurze Zeit später wieder die Führung, doch das alles kostete zu viel Kraft und Nerven. Auf der letzten langen Geraden wurde er zuerst von Benedikt Karus (LG Nordschwarzwald) und schließlich vom stark aufkommenden Jannik Arborgast (LG Karlsruhe) abgefangen. Das Ziel erreichte er nur knapp vor Tobias Gröbel (LG Zusam) als Dritter. Auf Platz 16 kam nach einem starken Auftritt LSC-Mittelstreckler Marco Kürzdörfer. Tobias Budde verließ auf der letzten Runde die Kraft, sodass er auf Rang 28 lief. Bedrohlich nah kam ihm dabei sein Teamkollege Zacharias Wedel (29.). Christian Amon, der eigentlich auf der Bahn zu Hause ist, lief ein solides Rennen und letztlich auf Platz 46.

Dritter Läufer entscheidet

Höchstadts Trainer Markus Mönius legte sofort nach dem Rennen Protest ein, um in der Mannschaftswertung noch Chancen zu haben, denn der LSC hatte noch die Chance auf einen Bronzeplatz, den man eventuell durch die schlechtere Einzelplatzierung von Martin Grau verloren hätte. Die Auswertung ergab jedoch, dass Höchstadt selbst bei einer möglichen Punktgleichheit mit dem Dritten Karlsruhe nur auf Platz 4 kommen würde. Denn bei einer gleichen Anzahl an Punkten zählt der bessere dritte Läufer - und diesen hatte Karlsruhe in seinen Reihen. moe
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