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Bamberg

Kunigunde noch heute ein "Star"

Kunigundentag   Erzbischof Ludwig Schick gedachte zusammen mit Hunderten von Frauen aus der gesamten Erzdiözese der Bistumspatronin. Die Frauen von heute rief er dazu auf, mehr Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.
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Der Erzbischof gratuliert Kunigunden zum Namenstag.  Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Bernhard Kümmelmann
Der Erzbischof gratuliert Kunigunden zum Namenstag. Foto: Pressestelle Erzbistum Bamberg/Bernhard Kümmelmann
Bamberg — Die heilige Kunigunde - die Frau des Bistumsgründers - würde den Frauen heute raten, Verantwortung und Leitung zu übernehmen. "Allerdings nicht, um das Gleiche zu tun wie die Männer, sondern um als Frauen ihre Talente und Gaben in Kirche und Gesellschaft einzubringen." Das war der Kernsatz in der Predigt des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick, die er am Samstag zum Kunigundenfest im Dom gehalten hat.
Die heilige Kunigunde hat mit ihrem Mann Heinrich im Jahr 1007 das Bistum Bamberg gegründet. Sie starb am 3. März 1033 und wurde im Jahr 1200 heiliggesprochen. Das Erzbistum feiert das Kunigundenfest immer am Samstag vor oder nach dem 3. März. Aus der ganzen Diözese kommen Frauen zu diesem traditionsreichen, als Diözesanfrauentag begangenen Fest - nicht nur solche mit dem Vornamen Kunigunde, von denen es immer weniger gibt, weil der Name aus der Mode gekommen ist.
Über die Bistumsgründerin sagte der Erzbischof, sie sei eine große Frau gewesen und habe Hervorragendes in ihrer Zeit bewirkt. "Die Bistumspatronin ist nicht, wie so mancher Star der Film- oder Medienwelt, wie ein Komet erschienen und verglüht, sondern wie ein Stern erschienen, der am Firmament unserer christlichen Tradition seinen Platz hat und über die Jahrhunderte strahlt."

Appell: Lebenstil überdenken

Der diesjährige Kunigundentag stand unter dem Motto "Aus Liebe zur Liebe". Der Erzbischof ermutigte die Frauen, die Liebe, die ihnen durch ihre natürlichen Begabungen, durch ihre Charismen und ihre Zugehörigkeit zu Christus eigen ist, im Alltag umzusetzen. In der Ehe könnten sie als gleichberechtigte Partnerin für den Mann eine liebenswürdige Frau und für die Kinder eine gute Mutter sein. In Beruf und Politik sollten die Frauen ihre Fähigkeiten einbringen zum Gemeinwohl.
Der Misereor-Gast im Erzbistum, Bischof Crispin Barrete Varquez von den Philippinen feierte den Gottesdienst mit den Gläubigen im Dom mit. Er bedankte sich für die Unterstützung, die er für seine Diözese aus Deutschland erhalten habe. Der Klimawandel sei in seinem Land besonders spürbar. Er appellierte daher, dass auch die Menschen in den Industrieländern ihren Lebensstil überdenken müssten, um die Schöpfung wiederherzustellen.
Die Generalpriorin des Klosters Arenberg in Koblenz, Schwester Scholastika Jurt, griff in ihrem Festvortrag das Motto "Aus Liebe zur Liebe auf". Bereits in der Taufe habe Gott zu jedem Menschen "Ja" gesagt. Die Beziehung zu Gott sei etwas ganz Personales. "Wir brauchen ein ganzes Leben, um in diese Liebe hineinzuwachsen", sagte die Dominikanerin. Die Liebe kenne keine Opfer. Dies gelte für eine Beziehung zwischen Eheleuten ebenso wie die Beziehung von Ordenschristen zu Gott. Die Kollekte ging an die Gemeinschaft der Salvatorianerinnen in Palästina. Sie betreuen ein Haus für junge Menschen mit Behinderung und ältere Frauen. Vor kurzem wurde begonnen, eine Krankenpflege-Ausbildung anzubieten. Dieses Angebot richtet sich an sehr arme Menschen, die sich keine Ausbildung leisten können. bbk/gah/gg



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