Adelsdorf

Kunden stürmen die Supermärkte

Morgen ist die letzte Gelegenheit zum Einkaufen. Danach bleiben die Supermärkte bis Montag zu. Die sind bestens vorbereitet und rechnen heute mit dem größten Andrang.
Artikel drucken Artikel einbetten
Heute dürfte in den Supermärkten am meisten los sein. Bevor es dreieinhalb Tage keine Chance auf Nachschub gibt, werden die Einkaufswägen noch einmal richtig voll gemacht.  Foto: Archiv
Heute dürfte in den Supermärkten am meisten los sein. Bevor es dreieinhalb Tage keine Chance auf Nachschub gibt, werden die Einkaufswägen noch einmal richtig voll gemacht. Foto: Archiv
+1 Bild
Sabine Memmel

Der Einkaufswagen vor einem wird immer voller. Sämtliche Leckereien türmen sich ins schier Endlose. Das noch. Und das noch. Und das auf jeden Fall auch noch. Sicher ist sicher. Denn dreieinhalb Tage kann nichts eingekauft werden. Bei vielen löst dieser Gedanke Schweißausbrüche aus. Um 14 Uhr ist morgen Schluss. Wer dann erst bemerkt, dass er fürs weihnachtliche Festmahl noch etwas vergessen hat, kann höchstens noch auf die Tankstelle ausweichen. Die Supermärkte machen erst Montagfrüh wieder auf.
Dieses Jahr ist man bei der Planung der Lebensmittelbevorratung besonders gefordert. Immerhin muss alles bis Sonntag reichen. Also geht's los zum großen Hamstereinkauf. Andrea Schwalbe, Chefin vom Rewe-Markt in Adelsdorf, und ihre Mitarbeiter sind für den großen Kundenansturm gewappnet. Schon seit ein paar Tagen ist deutlich mehr los als sonst. Im kompletten Dezember herrscht Urlaubssperre. "Zur Zeit haben wir die doppelte Besetzung", erklärt Schwalbe.
Heute erwartet sie den größten Andrang. Schon um vier Uhr beginnt deshalb die Schicht, damit die neubestellte Ware in Ruhe eingeräumt werden kann. "Viele haben ihr Fleisch und ihre Wurst schon vorab bestellt", erzählt Katrin Völlner, Abteilungsleiterin der Metzgerei. Frische Produkte wie Fisch oder Salat werden dagegen oft separat am Donnerstagvormittag geholt.
Und was passiert mit den Artikeln, die über die Feiertage übrig bleiben? "Wir versuchen unsere Ware so zu bestellen, dass das nicht passiert. Ansonsten haben wir viele Bauern, die etwas für ihre Tiere holen. Oder wir spenden an die Neustadter Tafel", sagt Schwabe.


Ruhe bewahren

Wer möglichst stressfrei seinen Weihnachtseinkauf über die Bühne kriegen will und auf den Gängen nicht von anderen gehetzten Kunden umringt sein möchte, empfiehlt sie, möglichst gleich zur Ladenöffnung um 7 Uhr seine Einkäufe zu erledigen. "Einfach ruhig und gelassen bleiben. Nicht stressen lassen. Sonst vergisst man noch die Hälfte", ist außerdem Schwalbes Rat.
Doch ihren Mitarbeitern macht der Trubel rund um Weihnachten Spaß. Je mehr los ist, desto besser. Genauso wie im Edeka Degen in Adelsdorf. "Wir freuen uns, wenn die Hütte brennt", sagt der Leiter Manfred Degen.
Immer mehr Menschen kümmern sich nach seiner Erfahrung immer später um den Weihnachtseinkauf, als das noch früher der Fall war. Wieviel Ware vor Weihnachten bestellt werden muss, damit jeder Kunde das kriegt, was er will, wurde vorab genau analysiert.
"Es gibt nichts Schlimmeres als leere Regale. Ich bin mir aber sicher, dass in Adelsdorf und Umgebung über die Feiertage niemand irgendeinen Hungertod sterben muss", schmunzelt Degen.
Auch hier werden übrig gebliebene Produkte an die Tafel in Forchheim und die Laufer Mühle gespendet. Sollte es heute gerade an der Wursttheke zu längeren Wartezeiten kommen, sollen die Verbraucher nicht gleich in Panik verfallen. Zum kurzen Durchatmen gibt es dann nämlich ein Gläschen Sekt.




Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren