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Vierzehnheiligen

Kuckucksruf und Nachtigallengesang in der Basilika

von unserem Mitarbeiter Andreas Welz Vierzehnheiligen — Junge Künstlerinnen erfreuten am Sonntag ihre Zuhörer in der Basilika mit einem Konzert. Dabei spielten sie Stücke von Kompo...
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Vor dem Gnadenaltar im Kirchenschiff musizierten Silke Augustinski und Anna Maria Frankenberger Fotos: Andreas Welz
Vor dem Gnadenaltar im Kirchenschiff musizierten Silke Augustinski und Anna Maria Frankenberger Fotos: Andreas Welz
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von unserem Mitarbeiter Andreas Welz

Vierzehnheiligen — Junge Künstlerinnen erfreuten am Sonntag ihre Zuhörer in der Basilika mit einem Konzert. Dabei spielten sie Stücke von Komponisten des Barock und der Romantik. Veranstalter war der Soroptimist-International-Club Coburg.
Mit dem Förderkonzert unterstützt der Club junge Künstlerinnen, die Musikschule Lichtenfels und die Hilfsaktion "Prothesen für Erika".
Professor Hans-Karl Kufer berichtete über das Schicksal von Erika Isabel Flores Martinez aus Peru, der nach einer Blutvergiftung beide Hände und Füße amputiert werden mussten. "Wir wollen helfen, dass sie wieder auf die Biene kommt", sagte Kufer.

Weiche Klangfarbe der Orgel

Cintia Bittencourt (Orgel) eröffnete das Konzert mit Carl Philipp Emanuel Bachs 6. Sonate in g-Moll. Die Preisträgerin "Jugend musiziert" zeigte zunächst Respekt vor der großen Riegerorgel, bezauberte mit weichen Klangfarben und flocht tänzerische Elemente in einfallsreiche Variationen.
Einen Leckerbissen der Opernliteratur boten Silke Augustinski (Oboe) und Anna Maria Frankenberger (Harfe) mit Henri Brods Fanatasie über die Wahnsinnsarie aus "Lucia Di Lammermoor" von Donizetti. Die Oboe ersetzte den üblichen Part der Singstimme und überzeugte mit fein gesetzten Koloraturen. Cintia Bittencourt an der Orgel begleitete Stella Piesch (Mezzosopran) mit dem Choral "Ich will den Herrn loben allezeit" von Heinrich Schütz.
Auch die Komponisten der Barockzeit ließen sich gern von den Schönheiten der Natur inspirieren - etwa Georg Friedrich Händel mit seinem Orgelkonzert Nr. 13 "Der Kuckuck und die Nachtigall". Erquickend war, wie im zweiten Satz des Concertos die lockenden Kuckucksrufe und der liebliche Nachtigallengesang mit den zarten Flötenregistern der Orgel imitiert wurden.
Anna Maria Frankenberger und Silke Augustinski überzeugten dann mit Pascullis "Omaggio a Bellini". Pascullis Duo ist als Fantasie über Opernthemen von Vincenzo Bellini entsprechend virtuos. Oboistin Silke Augustinski wurde den Anforderungen voll gerecht, agierte mit großer Brillanz und brachte das unvergleichlich dunkel-ausdrucksvolle Timbre des Instruments wirkungsvoll zum Klingen.
Der Querschnitt aus 350-jähriger sakraler Musik gipfelte im "Abendsegen" aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck. So stellen sich Hänsel und Gretel 14 Engel vor, die über ihren Schlaf wachen. Eine Verneigung vor den 14 Nothelfern der Wallfahrtskirche und ein würdiger Abschluss eines niveauvollen Konzerts.

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