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Höchstadt a. d. Aisch

Krieger- und Soldatenverein unterstützt die Palliativstation

Normalerweise setzen die Ärzte den Patienten eines Krankenhauses eine helfende Spritze. Dieses Mal bekam jedoch das Krankenhaus Höchstadt selbst eine Spritz...
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Bei der Spendenübergabe: Dieter Ropers, Adriana Sagaciu, Hans-Joachim Laugwitz, Gerlinde Lay, Albert Prickarz (vorne v. l.), Marcus Troyke, Ralf Olmesdahl, Hartwig Waldert, Gerd Stingl und Arne Wassermann (hinten v. l.) Foto: Johanna Blum
Bei der Spendenübergabe: Dieter Ropers, Adriana Sagaciu, Hans-Joachim Laugwitz, Gerlinde Lay, Albert Prickarz (vorne v. l.), Marcus Troyke, Ralf Olmesdahl, Hartwig Waldert, Gerd Stingl und Arne Wassermann (hinten v. l.) Foto: Johanna Blum
Normalerweise setzen die Ärzte den Patienten eines Krankenhauses eine helfende Spritze. Dieses Mal bekam jedoch das Krankenhaus Höchstadt selbst eine Spritze - und zwar eine Finanzspritze. Die Schatzmeisterin des Krieger- und Soldatenvereins Aisch, Gerlinde Lay, überreichte den Erlös eines Konzerts mit dem Heeresmusikcorps Veitshöchheim vor knapp einem Jahr an die Verantwortlichen der Palliativstation im Kreiskrankenhaus.
Prof. Dr. Dieter Ropers und Dr. Hans-Joachim Laugwitz, Dr. Marcus Troyke, die Stationsleitung und Palliativschwester Adriana Sacagiu und der kaufmännische Leiter des Kreiskrankenhauses, Albert Prickarz, freuten sich über 1200 Euro. "Es ist nicht selbstverständlich, dass man etwas für einen guten Zweck bekommt", so Prickarz.
"Schmerzfrei und beschwerdearm zu gehen ist ein Grundrecht jedes Menschen", erklärte Laugwitz den Spendern. "Unsere Aufgabe ist es, die Lebensqualität zu verbessern", ergänzte Ropers und wies darauf hin, dass eine Palliativstation nichts mit einem Hospiz zu tun hat. Es gehe nicht um die Verlängerung der Überlebenszeit um jeden Preis, sondern die Lebensqualität des Patienten - sein subjektives Wohlbefinden, seine Wünsche - stehen im Vordergrund der Behandlung. Das Ziel sei es, den Patienten so einzustellen, dass er weitgehend schmerzfrei ist und wieder nach Hause gehen kann. "Die Verweildauer auf der Palliativstation darf nur zwei Wochen betragen, sonst muss der Patient in ein Hospiz", erklärten die Ärzte. Dies sei die Einrichtung zur Sterbebegleitung. Hier wird ein Patient am Ende seines Lebensweges behutsam und einfühlsam begleitet.
Um eine Palliativstation im Krankenhaus eröffnen zu können, seien spezielle Kenntnisse sowie eine zusätzliche zweijährige Ausbildung in Schmerztherapie Voraussetzung. Höchstadt gehört zu den wenigen Krankenhäusern, die eine Palliativstation besitzen. Drei Patientenzimmer sind es im Moment in Höchstadt und es sollen nach und nach mehr werden. Die Finanzspritze ist zur Anschaffung von Dingen in der Palliativeinheit gedacht, die nicht gefördert und bezuschusst werden.
Hartwig Waldert, Schriftführer des Krieger- und Soldatenvereins, erzählte, dass man lange überlegt habe, an welche Institution das eingespielte Geld gehen solle. "Aber nachdem wir eben gehört haben, was hier Gutes geleistet wird, sind wir alle davon überzeugt, dass wir es richtig gemacht haben."

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