Heiligenstadt

Krämer will in Heiligenstadt "sparen, sparen und nochmals sparen"

von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank Heiligenstadt — Die Marktgemeinde Heiligenstadt wird in den nächsten Jahren den Gürtel enger schnallen müssen. Auf der anderen Seite steht ...
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von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Heiligenstadt — Die Marktgemeinde Heiligenstadt wird in den nächsten Jahren den Gürtel enger schnallen müssen. Auf der anderen Seite steht die Gemeinde vor der Herausforderung, gleichzeitig mehr Einnahmen zu generieren. Nur so kann Heiligenstadt die bevorstehenden Aufgaben finanziell bewältigen.
Mit dieser Einschätzung kommentierte jedenfalls die für die CSU im Gemeinderat sitzende Marktkämmerin Elisabeth Dickert die rechtsaufsichtliche Haushaltsgenehmigung. Diese war unlängst vom Landratsamt Bamberg ins Haus geflattert. Der für dieses Jahr vorgesehenen Kreditaufnahme in Höhe von 450 000 Euro hat das Landratsamt zugestimmt, weil das Geld für Pflichtaufgaben eingesetzt werden soll.

Tropfen auf dem heißen Stein

Gleichzeitig aber ließ die staatliche Rechnungsprüfungstelle Bürgermeister Helmut Krämer (Einigkeit) und seine Kämmerin wissen, im kommenden Jahr der geplanten Aufnahme eines Darlehens nur dann zuzustimmen, wenn sie von tiefer gehenden Konsolidierungsmaßnahmen flankiert werde.
"Die Schuldenentwicklung in den nächsten Jahren wird aufgrund der anstehenden Pflichtaufgaben für die Abwasserbeseitigung, für Wasserverbesserungsmaßnahmen oder auch den Bau einer neuen Kläranlage einen besorgniserregenden Verlauf nehmen", sagte Bürgermeister Krämer. Die vom Freistaat gewährte Stabilisierungshilfe von 500 000 Euro im vergangenen Jahr sei da "nur ein Tropfen auf dem heißen Stein" gewesen.
Auch die defizitären gemeindlichen Einrichtungen wie das Bestattungswesen, die Bücherei oder das Mehrzweckgebäude haben laut Krämer ihren Teil zur angespannten Lage beigetragen: "Da hilft nur noch sparen, sparen und nochmals sparen."
Auch für Dickert hat die Marktgemeinde jetzt den Punkt erreicht, wo sämtliche freiwillige Leistungen auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Auf eine entsprechende Frage von Markträtin Anke Kraasz (Bürgernähe) nannte Krämer in diesem Zusammenhang auch die bisherigen Zuwendungen der Gemeinde für Veranstaltungen wie dem Altennachmittag oder dem Ferienprogramm. Auch die Zuwendungen für die Sportvereine müssten diskutiert werden.

Kirchenstiftung blitzt ab

Peter Landendörfer (WG) sieht das ganz ähnlich: "Jetzt müssen wir halt draußen auch einmal Nein sagen."
Die katholische Kirchenstiftung Hohenpölz hat diese härtere Haltung bereits zu spüren bekommen. Sie hatte um einen Zuschuss von 170 700 Euro für die Sanierung der Filialkirche St. Laurentius gebeten. Auch mit dem Verweis auf den angespannten Haushalt lehnte der Rat das Ansinnen einstimmig ab.

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