Adelsdorf

Konzertant und unterhaltsam - ein Doppel am Dirigentenpult

Adelsdorf — Seit einem Jahr stehen zwei Dirigenten abwechselnd am Pult des stattlichen Orchesters. "Geteilte Arbeit ist doppelte Freude!" Das könnten Jürgen Gölz und Jürgen Schatz ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Sie verstehen ihr Handwerk: Jürgen Schatz (l.) und Jürgen Gölz  Foto: Blum
Sie verstehen ihr Handwerk: Jürgen Schatz (l.) und Jürgen Gölz Foto: Blum
Adelsdorf — Seit einem Jahr stehen zwei Dirigenten abwechselnd am Pult des stattlichen Orchesters. "Geteilte Arbeit ist doppelte Freude!" Das könnten Jürgen Gölz und Jürgen Schatz mit Fug und Recht behaupten.
Die beiden sind seit dem Jahr 2008 aktiv bei den Musikanten. Jürgen Schatz spielt seit 40 Jahren Trompete und Jürgen Gölz seit 39 Jahren Posaune, Bariton und Tuba.
Schatz zog von München nach Adelsdorf, und dort landete er durch Zufall gleich bei Heidrun Völlner, und dann war es um ihn geschehen. Gölz fand sofort die Mischung aus konzertanter und volkstümlicher Mischung perfekt. Beide sind begeisterte Orchestermitglieder.
Als im Juli 2014 überraschend der Dirigentenposten frei wurde, übernahmen diese beiden sehr erfahrenen Musiker aus den eigenen Reihen den Dirigentenstab. "Ich war grundsätzlich schon immer anderer Meinung als der jeweilige Dirigent, was die Stückauswahl betrifft - als Dirigent habe ich nun direkten Einfluss!", so Gölz, der schon einmal ein Interimsdirigat absolviert hatte. Schatz hatte vor langer Zeit über den NBMB eine Ausbildung zum "Dirigent im Laienblasorchester" und einige Aufbaukurse absolviert. Nach einem Auslandsaufenthalt stieg er dann in Ulm in ein schwäbisches Blasorchester ein und war als "Plan B und C" am Dirigat beteiligt.


Viel Erfahrung mitgebracht

Gölz erteilte bereits mit 15 Jahren Trompetenunterricht, mit 23 Jahren gründete und dirigierte er die Jugendkapelle des M.V. Bissingen an der Teck, und im Laufe der Jahre dirigierte er weitere Jugendkapellen und eine Bigband.
Die Dirigier-Aufgaben der beiden sind einfach verteilt: Jürgen Gölz macht alles, was mit Unterhaltung zu tun hat. Jürgen Schatz ist mehr für die konzertante Musik zuständig und kümmert sich außerdem um die Nachwuchsarbeit der Jungmusikanten. Natürlich ist Dirigieren anders als mitzuspielen. Schatz vermisst es schon ab und zu, im Orchester zu sitzen und seine geliebte Trompete zu blasen. "Dafür wird man mit einem ganz großen Instrument, dem Orchester, entschädigt", meint er. Was für ihn nach wie vor da ist, ist die Aufregung vor dem Konzert. "Das ist ein wenig wie Bungee-Jumping, nur dass man vorher in der Probenarbeit das Gummiseil selbst zusammen geknüpft hat."
Für Gölz ist es positiv, die Stücke auswählen zu dürfen und die wöchentlichen Proben so zu gestalten, dass es ihm selbst und den Musikern Spaß macht. "Leider funktioniert das nicht immer, weil es teilweise sehr anstrengend und oft auch unmachbar ist, die musikalischen und sozialen Unterschiede innerhalb der Kapelle auszugleichen."
Beide Dirigenten kommen bestens miteinander klar, und es zählt das gemeinsame Ziel, zusammen Musik zu machen. jb

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren