LKR Schweinfurt

Konversion ist zäher Prozess

Die ehemalige US-Kaserne Conn-Barracks zwischen Niederwerrn und Geldersheim soll künftig Industrieunternehmen und Gewerbetreibenden Platz bieten. Doch hinter dem Projekt stehen noc...
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Die ehemalige US-Kaserne Conn-Barracks zwischen Niederwerrn und Geldersheim soll künftig Industrieunternehmen und Gewerbetreibenden Platz bieten. Doch hinter dem Projekt stehen noch viele Fragezeichen, unter anderem, weil dort eine Einrichtung für 2600 Flüchtlinge entstehen soll. "Wir arbeiten hart an diesem Thema", versicherte Landrat Florian Töpper (SPD) dem Kreistag.
Auf Wunsch der CSU trug der Konversionsbeauftragte Tobias Blesch den Status quo vor. Die Entwicklung der Conn-Barracks ist wegen der Asylfrage eingeschränkt: Der Bereich hinter dem Haupteingang und die ehemaligen Mannschaftsunterkünfte sind als Flüchtlingswohnungen reserviert. Wann dort Menschen einziehen, konnte Töpper aber noch nicht sagen. Er war sich mit Friedel Heckenlauer (CSU) einig, dass dann die derzeitigen Notunterkünfte in der Schulturnhalle Gerolzhofen und im Pfarrheim Werneck, wo insgesamt 300 Menschen leben, aufgelöst werden sollen.
Wie Blesch sagte, könnten trotz der Flüchtlingsunterbringung drei Viertel des ehemaligen Kasernengeländes für die Konversion genutzt werden. Allerdings sei es dann nicht mehr über die Haupteinfahrt von der B 286 her erreichbar.
Ziel sei es, die Freigabe der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die das Gelände für den Eigentümer Bundesrepublik verwaltet, und des Freistaats, der ein Erstzugriffsrecht hat, zu erhalten. Ein Hemmschuh dabei: die Altlastenfrage. Derzeit werde untersucht, wie stark der Untergrund verseucht ist.
Am schnellsten, so Blesch, könne der so genannte Motorpool (an der Bahnlinie jenseits der B 286 in Richtung Oberwerrn) genutzt werden. Für das drei Hektar große Areal müssten aber noch Erschließungsfragen geklärt werden. Insgesamt bilanzierte Landrat Florian Töpper, dass es sich angesichts der Vielzahl von beteiligten Akteuren - Landkreis und Stadt Schweinfurt, Geldersheim, Niederwerrn, Bund und Freistaat - bei der Konversion um einen mittelfristigen Plan handle, den man gleichwohl weiterhin "offensiv angehen" werde.


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