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Großheirath

Kommunen teilen sich Standesamtsdienst

Vereinbarung   Großheirath wird einige Aufgaben von den Fachleuten in Coburg erledigen lassen. Um sich trauen zu lassen, können Heiratswillige aber auf alle Fälle weiterhin in ihrer Gemeinde bleiben.
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Eifrige Blutspender konnte Bürgermeister Udo Siegel bei der Gemeinderatssitzung im Rathaus ehren und übergab Geschenke der Gemeinde sowie Ehrennadeln und Urkunden des Bayerischen Roten Kreuzes an (von links) Erhard Böhnel für 25 Spenden, Annegret Grell für 50 Spenden und Herbert Schulz für 150 Spenden. Foto: Lothar Böhnel
Eifrige Blutspender konnte Bürgermeister Udo Siegel bei der Gemeinderatssitzung im Rathaus ehren und übergab Geschenke der Gemeinde sowie Ehrennadeln und Urkunden des Bayerischen Roten Kreuzes an (von links) Erhard Böhnel für 25 Spenden, Annegret Grell für 50 Spenden und Herbert Schulz für 150 Spenden. Foto: Lothar Böhnel
Großheirath — Erste Erdarbeiten sind auf dem neuen Gewerbegebiet Großheirath Nord-West bereits im Gange, nachdem der symbolische Spatenstich vor einigen Tagen erfolgt ist. Dessen ungeachtet müssen noch der Bebauungsplan und Flächennutzungsplan dahingehend geändert werden, dass die Einwendungen und Stellungnahmen der Ämter und Fachplanungsstellen aus der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung aufgenommen werden.
In seiner Sitzung stimmte der Gemeinderat über jeden einzelnen Punkt ab. Bürgermeister Udo Siegel (CSU/Bürgerblock) zählte die Stellungnahmen und Anregungen auf, die in der Planänderung berücksichtigt werden. Der Gemeinderat billigte den Auslegungsbeschluss einstimmig und beauftragte das Ingenieurbüro Koenig+Kühnel, die Beschlüsse entsprechend mitzuteilen.
Das Thema interkommunale Zusammenarbeit bei Standesamtsaufgaben beschäftigte den Großheirather Gemeinderat bereits mehrfach. Zur weitergehenden Information waren der Dritte Bürgermeister der Stadt Coburg, Thomas Nowak (SPD), und der Leiter des Standesamtes, Michael Rodenburger, zur Sitzung gekommen. Thomas Nowak teilte mit, dass die Stadt Coburg grundsätzlich bereit sei, die Standesamtsaufgaben von Großheirath im Rahmen einer "Großen Übertragung" zu übernehmen. Der Entwurf einer Vereinbarung wird unter den Beteiligten, der Stadt Coburg und den Gemeinden Großheirath und Lautertal, einvernehmlich erstellt. Pro Einwohner wird man von einem Kostenersatz in Höhe von etwa 2,85 Euro ausgehen, das macht für Großheirath im Jahr rund 7200 Euro.
Michael Rodenburger umriss in groben Zügen die vielfältigen Aufgaben für die Standesbeamten, die teilweise sehr spezielles Wissen erfordern, zum Beispiel bei Kindesadoptionen aus Übersee oder Eheschließungen im Ausland, womit sich seine sechs hauptamtlichen Beamten in Coburg unter anderem beschäftigten. Thomas Nowak erläuterte, dass mit der geplanten interkommunalen Zusammenarbeit ein Kompetenzzentrum für den Raum Coburg entstehe.
Bürgermeister Udo Siegel verspricht sich von der geplanten Aufgabenübertragung vor allem eine Verbesserung des Bürgerservices. Nach seiner Meinung sei es geboten, bei gemeindlichen Aufgaben, die gemeinsam effektiver gelöst werden können, zusammenzuarbeiten und sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren, die alleine besser ausgeführt werden könnten. "Das Vorhaben heißt aber nicht, dass der Bürgermeister keine Trauungen mehr vor Ort vornehmen kann. Das wird auch künftig sehr wohl möglich sein", sagte Siegel.
Zwei Ortsstraßen konnten gewidmet werden. Die Erschließungsstraße "Röthenblick (Teil 2)" und die "Bgm.-Hümmer-Straße" wurden für den öffentlichen Verkehr freigegeben. lbö


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