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Kirchehrenbach

Kommunen können demografischen Wandel nicht alleine bewältigen

"Älter werden ist nicht schwer, älter sein dagegen sehr." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) die Seniorenbeauftragten des Landkr...
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Die Seniorenbeauftragten diskutierten über den demografischen Wandel gerade auf dem Land. Foto: Carmen Schwind
Die Seniorenbeauftragten diskutierten über den demografischen Wandel gerade auf dem Land. Foto: Carmen Schwind
"Älter werden ist nicht schwer, älter sein dagegen sehr." Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Anja Gebhardt (SPD) die Seniorenbeauftragten des Landkreises Forchheim in Kirchehrenbach. Ulrike Götz aus Kirchehrenbach stellte "ihre" Gemeinde aus Sicht der Senioren vor. Im Ort gibt es beispielsweise zwei Arztpraxen, eine Apotheke, Einkaufsmöglichkeiten und ein ausgeprägtes Vereinsleben. Für die Senioren wird ein vielfältiges Programm angeboten; von Vorträgen und Studienfahrten bis hin zu Stuhlgymnastik und Gruppentänzen.
Eine Zuhörerin konnte gar nicht glauben, dass das alles über Ehrenamtliche gestemmt werden kann. "Doch, das ist so, denn die Kommunen und Kirchen können das alleine gar nicht bringen", antwortete die Referentin. Außerdem ging Ulrike Götz auf die Entwicklung der Bevölkerung ein: "Im Dorf wird es immer leerer. Und aus der Alterspyramide wird in zehn Jahren ein Pilz."
Derzeit hat Kirchehrenbach ein Durchschnittsalter von 44,09 Jahren. 20 Prozent der Bürger sind 66 Jahre und älter. 1980 hatte Ulrike Götz eine Facharbeit zu diesem Thema verfasst. Damals lebten in der Gemeinde acht Prozent Menschen, die 66 Jahre und älter waren. Damit die Senioren am Ort so lange wie möglich selbstständig leben können, hatte Angelika Fuchs den Verein "Seniorengemeinschaft Ehrenbürg" gegründet. Die Mitglieder unterstützen sich dabei gegenseitig, wobei die Helfer einen kleinen Obolus für ihre Arbeit erhalten. Aktuell hat der Verein 165 Mitglieder, wobei 40 davon Hilfe geben. "Senioren und Behinderte gehören zum Bild einer Gemeinde und zum Leben dazu", meinte Fuchs.
Das nächste Treffen der Seniorenbeauftragten ist für September in Forchheim geplant.
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