Oberhaid

Kommt zweites Umspannwerk?

energieversorgung  Die Bayernwerk AG plant den Neubau eines Umspannwerks an der 110-kV-Freileitung in der Nähe des bestehenden 20-kV-Schalthauses zwischen Unterhaid und Oberhaid im Kreis Bamberg.
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Oberhaid — "Begeisterung sieht anders aus", brachte Gemeinderat Claus Reinhardt (SPD) in der Gemeinderatssitzung von Oberhaid die Stimmung des Rates bei der Vorstellung der Pläne für den Neubau eines Umspannwerks im Bereich des Schalthauses Unterhaid durch die Vertreter der Bayernwerk AG, Wolfgang Weis und Christian Ziegler, auf den Punkt.
Sie informierten, dass die Bayernwerk AG derzeit den Neubau eines Umspannwerks an der 110-kV-Freileitung im Bereich des bestehenden 20-kV-Schalthauses zwischen Unterhaid und Oberhaid plant. Dieser Neubau werde notwendig, um die stark ansteigenden Einspeisungen aus erneuerbaren Energien in die Nieder- und Mittel-spannungsnetze zukünftig gewährleisten zu können, sagten die Experten in der Sitzung.
Das Umspannwerk soll daher die Rückspeisekapazität aus der 20-kV-Netzebene in die 110-kV-Netzebene erhöhen und gleichzeitig die Spannungshaltung stabilisieren, so dass zum einen die Energie aus der Region sicher abtransportiert sowie die Versorgung der Kunden sichergestellt werden kann. Die Inbetriebnahme sei für frühestens 2016 für zunächst einen Trafo vorgesehen, wurde mitgeteilt.

Grundstückskauf steht noch aus

Das 100 Meter nördlich des bisherigen Schalthauses liegende Grundstück der Bayernwerk AG sei nicht geeignet; vorgesehen sei das neue Umspannwerk in unmittelbarer Nachbarschaft der 110-kV-Freileitung auf einem 6000 bis 7000 Quadratmeter großen Grundstück, das noch erworben werden müsse. Das neue Umspannwerk hätte eine Grundfläche von 200 Quadratmetern und eine Höhe von sechs Metern und werde entsprechend eingegrünt und Ausgleichsflächen geschaffen.
Der Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD) sah in der Maßnahme eine Beeinträchtigung der Landschaft. Claus Reinhardt befürchtet Elektrosmog und wünschte sich eher eine Bündelung mit der benachbarten T-Net.
Zwei Umschaltwerke seien für Oberhaid nicht tragbar, auch wenn - wie Wolfgang Weis vom Bayernwerk ins Feld geführt hatte - ein Verknüpfungspunkt mit der T-Net technisch nicht möglich sei.

"Juristisch durchsetzbar"

Otmar Schels (CSU) kritisierte, dass die Region zwar den Nutzen habe, Oberhaid aber nur Nachteile. Inwieweit die Bedenken des Gemeinderates Oberhaid fruchten, bleibt abzuwarten. Auf Nachfrage bestätigte Weis, dass, wenn alle gesetzlichen Auflagen erfüllt würden, die Maßnahme auf jeden Fall juristisch durchsetzbar sei. nge
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