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Prappach

Königsberger Geschichte-Arbeitskreis bohrte eine Wasserleitung aus einem Baumstamm

von unserem Mitarbeiter  Gerold Snater Prappach — Der Arbeitskreis für Heimat und Geschichte Königsberg demonstrierte das Bohren eines hölzernen Wasserleitungsrohres. Das geschah a...
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Starke Männer packten an beim Geschichte-Projekt. Das waren, von links: Erhard Ankenbrand (Prappach), Rudi Bätz, Alexander Herrmann (beide Königsberg), Eugen Kriwobokow (Prappach), Ernst Hümmer (Junkersdorf) sowie Michael Burkard (Königsberg).  Fotos: Gerold Snater
Starke Männer packten an beim Geschichte-Projekt. Das waren, von links: Erhard Ankenbrand (Prappach), Rudi Bätz, Alexander Herrmann (beide Königsberg), Eugen Kriwobokow (Prappach), Ernst Hümmer (Junkersdorf) sowie Michael Burkard (Königsberg). Fotos: Gerold Snater
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von unserem Mitarbeiter 
Gerold Snater

Prappach — Der Arbeitskreis für Heimat und Geschichte Königsberg demonstrierte das Bohren eines hölzernen Wasserleitungsrohres. Das geschah am Wochenende in Prappach. Solche Rohre wurden in früheren Jahrhunderten verwendet.
Das Längsbohren durch einen 2,3 Meter langen Baumstamm, um auf diese Weise ein Wasserleitungsrohr aus Holz herzustellen, ist nicht ganz leicht und sehr schweißtreibend. Den kräftigen Männern, die sich in Prappach an die Aufgabe wagten, war die Anstrengung anzusehen.
Was musste bewerkstelligt werden? Mittels eines langen Bohrers musste ein Holzstamm der Länge nach durchbohrt werden. Das ging natürlich nicht auf einmal. Mit einem kleinen Bohrer wurde immer erst vorgebohrt, bis nach und nach zwei größere Bohrer zum Einsatz kamen. Die lange Bohrstange mit einem Hebel wurde immer von zwei Personen gedreht.

Exaktes Arbeiten ist nötig

Wichtig war, dass der Bohrkern immer wieder herausgeholt und der lange Bohrstab genau nivelliert wurde. Schließlich sollte das Ergebnis ein stabiles Holzrohr mit einer zentralen Leitung sein.
Fachmännisch beraten wurden die Holzwasserleitungsbohrer vor allem von Erhard Ankenbrand, der dem Arbeitskreis für Heimat und Geschichte Königsberg die nötigen Vorrichtungen zur Verfügung stellte. Ankenbrand freute sich über die vielen Interessenten aus Königsberg, Haßfurt und der Region für diese alte Kunst des Wasserleitungsbaus. Und besonders auch darüber, dass mit Ingo Janicek ein angehender Zimmermannslehrling aus Untermerzbach dabei mitwirkte.
Es dauerte übrigens rund drei Stunden, bis der Bohrer am anderen Ende des Stammes sichtbar wurde. Das Resultat stimmte: Die Männer hatten exakt gearbeitet und den Mittelpunkt des Stammes genau getroffen.


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