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Ködnitz

Ködnitz braucht in diesem Jahr keinen Kredit

von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus Ködnitz — Den Haushalt 2015 mit einem Gesamtvolumen von 3 625 200 Euro hat der Gemeinderat am Montag einstimmig verabschiedet. Laut Kämmerer...
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von unserem Mitarbeiter Werner Reissaus

Ködnitz — Den Haushalt 2015 mit einem Gesamtvolumen von 3 625 200 Euro hat der Gemeinderat am Montag einstimmig verabschiedet. Laut Kämmerer Christopher Schröder erhöht sich das Volumen gegenüber dem Vorjahr um 733 000 Euro, das sind 25,34 Prozent. Im Verwaltungshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben von 2 205 900 Euro vorgesehen, der Vermögenshaushalt hat mit 1 419 300 Euro eine Verdoppelung erfahren, denn 2014 lag dieser Ansatz noch bei 713 000 Euro.
Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) sprach von einem "insgesamt recht ordentlichen" Haushalt, der dank ausreichender Rücklagen ohne Kreditaufnahme auskomme. Erklärtes Ziel sei es, die Verschuldung weiter zurückzufahren.
Auch für 2016 ist laut Bürgermeister Einiges geplant, etwa der Bau der Brücke in Ebersbach, die Sanierung des Rathauses und der weitere Ausbau des Reisighofwegs.
Als erfreulich wertete Kämmerer Christopher Schröder den leichten Anstieg der Bevölkerungszahl. Hatte Ködnitz 2013 noch 1572 Einwohner, so waren es zum Stichtag 2014 zwölf Einwohner mehr. Bei der Grund- und Gewerbesteuer würden die Hebesätze der Vorjahre mit jeweils 300 Punkten bei der Grundsteuer A und B sowie 330 Puntken bei der Gewerbesteuer belassen.
Geringfügig zurückgegangen ist die Einkommensteuerbeteiligung - von 708 274 auf 692 300 Euro. Dagegen sind die Schlüsselzuweisungen mit 516 400 Euro (470 288 Euro) etwas angestiegen. Insgesamt haben sich die wichtigsten Einnahmen der Gemeinde um 2,8 Prozent erhöht. Sie betrugen 2014 genau 1 489 723 Euro, für heuer werden 1 531 500 Euro erwartet.
Leicht erhöht haben sich die Personalkosten mit 218 900 Euro (Vorjahr: 198 300 Euro). Der Unterhalt der gemeindlichen Anlagen und des Straßennetzes blieb mit 113 300 Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Schulden nehmen ab

Der Schuldendienst nimmt nach den Worten des Kämmerers mehr und mehr ab. Die Ausgaben für Zins und Tilgung wurden für 2015 mit 163 800 Euro veranschlagt. Im Jahr zuvor betrugen diese noch 190 220 Euro. Eine Kostenunterdeckung von knapp 40 000 Euro weisen die Abwasseranlage und die Druckleitung auf, dafür arbeitet die Wasserversorgungsanlage weitgehend kostendeckend. Trotz einer Entnahme von knapp 700 000 Euro aus den Rücklagen, betragen diese zum Jahresende immer noch 718 071 Euro.
Die freie Finanzspanne der bezifferte Schröder auf 136 900 Euro. Zusammenfassend stellte der Kämmerer fest: "Es ist aber weiterhin notwendig, die gemeindlichen Anlagen auf Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit zu überprüfen. Die Wassergebühren mussten ab dem 1. Januar 2015 neu kalkuliert werden. Die Kalkulation hat keine Änderung ergeben. Der Preis pro Kubikmeter Wasser bleibt bei 1,20 Euro. Die Abwassergebühren sollten auch im Hinblick auf die Einführung der getrennten Abwassergebühr neu berechnet werden, zumal die Gemeinde mit Schreiben des Landratsamts vom 11. Juli 2013 aufgefordert wurde, eine neue Gebührenkalkulation vorzulegen."
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