Bad Staffelstein

Kobo und Lieder aus Eritrea

Ökumene  Katholische und evangelische Gläubige feierten in Bad Staffelstein gemeinsam mit Flüchtlingen ersten Advent.
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Flüchtlinge aus Eritrea, die zurzeit in Schönbrunn wohnen, sangen Lieder aus ihrem Heimatland. Fotos: Thomas Hümmer
Flüchtlinge aus Eritrea, die zurzeit in Schönbrunn wohnen, sangen Lieder aus ihrem Heimatland. Fotos: Thomas Hümmer
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von unserem Mitarbeiter Thomas Hümmer

Bad Staffelstein — Jedes Jahr veranstaltete die Pfarrei St. Kilian am ersten Adventssonntag eine Einstimmung in die Vorweihnachtszeit. Heuer allerdings hatten die katholische sowie die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden beschlossen, gemeinsam eine ökumenische Adventsandacht zu feiern.
Am späten Nachmittag öffneten die Verkaufsstände rund um die Kilianskirche. Viele Vereine und Verbände wie die Pfadfinder oder die Franziskusschwestern aus Vierzehnheiligen stellten sich in den Dienst der guten Sache und verkauften Kuchen, Kaffee, Plätzchen, Glühwein und jede Menge an Selbstgebasteltem.
Den musikalischen Auftakt vor der Kirche machte der evangelische Posaunenchor unter der Leitung von Heinz Fischer. Sie gaben bei ihrem einstündigen Konzert Lieder wie "O Tannenbaum", "Süßer die Glocken nie klingen" und "Marys Boychild" zum Besten. Hielt zu dieser Zeit Petrus seine Schleusen noch etwas zurück, wurde es beim Auftritt der katholischen Nothelferkapelle ziemlich ungemütlich. Der auffrischende Wind und der Regen machten den Musikern um Dirigent Michael Diller sichtlich zu schaffen.


Gott öffnet Türen

Thomas Klostermann auf der Orgel stimmte die Besucher in der Kirche zur ökumenischen Adventsandacht ein. Der evangelische Pfarrer Matthias Hagen und der katholische Pfarrer Georg Birkel betraten die Kirche durch eine vor dem Altar eigens aufgestellte Tür. Sie wollten damit verdeutlichen, dass Gott Türen öffnet.
Der evangelische Kirchenchor machte bei der Andacht mit dem Lied "Wir sagen euch an den lieben Advent" den Anfang. Eine fünfköpfige Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine, die zurzeit bei den Franziskusschwestern in Vierzehnheiligen lebt, trug zwei Lieder aus ihrer Heimat vor. Zuerst sangen sie gemeinsam und dann trug die kleine Sophia, begleitet von ihrem Vater auf der Gitarre alleine ein Lied vor.
Nach der Lesung durch Pfarrer Hagen spielte die katholische Kirchenband "Vielsaitig" Lieder mit dem Titel "Ein Licht leuchtet auf", "Dir vertraue ich mich an" und "Friedenslied". Pfarrer Birkel und Barbara Vetter lasen die Geschichte von "Kobo" vor. Dabei ging es um ein dunkelhäutiges Kind, das plötzlich an Heiligabend in einer Familie auftaucht. Die Geschichte von "Kobo" war eine perfekte Überleitung zum Auftritt der Flüchtlinge aus Eritrea. Die siebenköpfige Gruppe sang zwei Lieder aus ihrer Heimat. Es folgten Worte aus Jesaja zum Thema Aufbruch, vorgetragen durch Pfarrer Hagen.

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