Neustadt bei Coburg

Knauers fanden im hohen Norden ihre große Liebe

Dass der Entschluss Heinrich Knauers, seinen Wehrdienst bei der Marine abzuleisten, noch weitreichende "Nachwirkungen" haben sollte, hat sich der damals 20-...
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Goldene Hochzeit feierten Paula und Heinrich Knauer. Sie freuten sich über Glückwünsche von Sohn Heinz Ulrich, Oberbürgermeister Frank Rebhan, Schwiegertochter Karin und den Enkeln Valentin, Lucas und Florian.  Foto: mr
Goldene Hochzeit feierten Paula und Heinrich Knauer. Sie freuten sich über Glückwünsche von Sohn Heinz Ulrich, Oberbürgermeister Frank Rebhan, Schwiegertochter Karin und den Enkeln Valentin, Lucas und Florian. Foto: mr
Dass der Entschluss Heinrich Knauers, seinen Wehrdienst bei der Marine abzuleisten, noch weitreichende "Nachwirkungen" haben sollte, hat sich der damals 20-jährige Industriekaufmann nicht träumen lassen. Seine Grundausbildung führte ihn nach Brakel an der Unterweser (Oldenburger Land). Dort lief dem gebürtigen Ketschendorfer die 17-jährige Paula Scharrenberg "über den Weg".
Dem ersten gemeinsamen Tanz sollten noch viele folgen. Denn 1966 führte Heinrich Knauer seine große Liebe in der evangelischen Kirche in Kirchhammelwarden vor den Traualtar. Bis Hochzeit gefeiert werden konnte, mussten die beiden eine lange Durststrecke überstehen. Nach der Zeit als Wehrpflichtiger hieß es für Heinrich Knauer wieder zurück in heimische Gefilde nach Mönchröden zu seinen Eltern und an seinen Schreibtisch beim Siemens Kabelwerk in Neustadt. Es begann eine Fernbeziehung, die 33 Monate dauerte.


Erst Fernbeziehung

"Wir haben nur am Sonntag miteinander telefoniert und das aus einer Telefonzelle in Mönchröden", erinnert sich der Jubilar noch ganz genau und ergänzt: "Ferngespräche waren damals teuer."
Nach der Hochzeit hieß es dann für Paula Knauer die Koffer packen und den über 500 Kilometer langen Weg von der Weser an die Röden antreten. Dass Heimweh nach Seeluft steckte aber noch immer in ihr. Nach fünf Monaten tat sich für ihren Ehemann die Möglichkeit auf, sich von Neustadt in den Norden versetzten zu lassen.
Es hieß wieder Koffer packen und nach Brake ziehen. 1982 musste Heinrich Knauer wieder dem Ruf seines Arbeitgebers folgen und die Zelte in Brake abbrechen. Zunächst lebte das junge Paar, das seit 1968 Sohn Heinz-Ulrich hat, in der Mörikestraße in Neustadt. Den vorerst letzten Umzug gab es 1988, als sie in ihr schmuckes Haus in Ketschenbach einzogen.
Dem Tanzen, das sie 1963 zusammenbrachte, blieben die beiden Jubilare noch sehr lang treu. Bei der Tanzsportgruppe Ahorn waren sie viele Jahre aktiv. "Das Schöne am Tanzen ist, dass man Sport miteinander, nicht gegeneinander betreibt", meint Paula Knauer. "Aber irgendwann sagt einem der Körper, dass es nicht mehr geht", ergänzt Heinrich Knauer ohne Wehmut.
Die Jubilare haben ein anderes Hobby für sich entdeckt: das Reisen. Ihre Touren führten die beiden von Venezuela über Kuba und Kenia bis nach Thailand. In den letzten Jahren ist aber die Türkei in den Fokus ihrer Urlaubspläne gerückt.


Im Kreis der Lieben

Paula und Heinrich Knauer freuen sich, dass sie ihr Jubiläum mit Sohn, Schwiegertochter Renate sowie den drei Enkeln Lucas, Valentin und Florian feiern können. Oberbürgermeister Frank Rebhan gratulierte im Namen der Stadt. mr
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