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Betreuung 

Klösterliche Unterstützung

Nach 24 Jahren haben die Barmherzigen Brüder in Gremsdorf seit zwei Monaten wieder Ordensschwestern.
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Die indischen Schwestern werden in Gremsdorf bei den Barmherzigen Brüdern nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen.  Fotos: Andreas Hofbauer
Die indischen Schwestern werden in Gremsdorf bei den Barmherzigen Brüdern nicht nur arbeiten, sondern auch wohnen. Fotos: Andreas Hofbauer
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Gremsdorf — Seit dem 24. April sind die drei Schwestern Ambily, Gecintha und Swaroopa als Ordensschwestern bei den "Barmherzigen Brüdern" in Gremsdorf. "Sie sind als vollwertige Hilfen bei uns, und kümmern sich wie alle anderen um die behinderten, kranken und alten Menschen", betont der Geschäftsführer Günther Allinger. Jede der drei Schwestern ist einer eigenen Wohngruppe zugeteilt, und hat ihren eigenen Tagesablauf. Nachdem 1994 die letzten Ordensvertreter aus Gremsdorf abgezogen wurden, freut man sich, jetzt wieder Vertreter vor Ort zu haben.
Die Schwestern aus Eluru, Andhra Pradesh, in Indien übernehmen im Orden der "Barmherzigen Brüder" dieselbe Aufgabe wie auch schon in ihrer Heimat. Dass die Schwestern von so weit weg herkommen, ist dabei reiner Zufall. "Das hat sich einfach so ergeben", schildert Allinger und erklärt: "Das war weder bewusst noch gewollt so, dass wir uns gesagt haben, dass es indische Schwestern sein müssen. Wir wollten einfach wieder mehr klösterliches Leben hier installieren, und das ist uns mit den Schwestern gelungen", freut er sich.
Zumal die Schwestern als hochwertig ausgebildete Kräfte zum Orden der "Barmherzigen Brüder" kommen. "Zwei der Damen sind ausgebildete Krankenschwestern, eine hat vorher als Lehrerin gearbeitet", erklärt Günther Allinger.
Für die Betreuung der Schwestern zeigt sich Monika Wellstein, die den Orden bereits seit Jahren im Fachdienst unterstützt, verantwortlich. "Ich kümmere mich außerdem um das Sprachliche bei den Schwestern", fügt sie hinzu.
Da Ambily, Gecintha und Swaroopa aktuell mindestens vier Jahre bei den "Barmherzigen Brüdern" bleiben wollen, lernen sie auch fleißig Deutsch. "Wir haben auch, bevor wir hierhergekommen sind, einen zehnmonatigen Deutschkurs in Indien besucht, um vorbereitet zu sein", erklärten die Schwestern. Selbstverständlich lernen sie aber auch weiterhin Deutsch. Insbesondere ein Kurs in der pädagogischen Fachsprache, der einmal wöchentlich abgehalten wird, ist wichtig. "Es gibt ja Begriffe und Ausdrücke in diesem Fachbereich, die man bei dieser Arbeit einfach beherrschen muss", meint Monika Wellstein. Ob sie über diesen Zeitraum hinaus bei den Barmherzigen Brüdern bleiben, hängt ganz vom Orden ab. "Das hängt ja mit dem Ordensgelübde zusammen, erklärt Allinger. "Es kann passieren, dass nach vier Jahren andere Schwestern zu uns kommen, aktuell gehen wir aber davon aus, dass sie bei uns bleiben dürfen." Untergebracht sind die Inderinnen in einem eigenen Schlosstrakt, in einem eigenen Konvent, der auch nur für Schwestern zugänglich ist. Dadurch soll die Privatsphäre geschützt bleiben. Ambily, Gecintha und Swaroopa sind von ihren ersten Monaten in Deutschland jedenfalls begeistert. "Wir sind sehr glücklich in Deutschland. Hier ist es sehr friedlich, und der Umgang untereinander ist auch sehr gut. Es sind einfach alle total nett", geben die Schwestern an.
Am Mittwoch wird der Wohnbereich der Schwestern dann vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick gesegnet, damit die Schwestern auch mit göttlichem Segen bei den Barmherzigen Brüdern wohnen können.

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