Bamberg

Klinikum wird ab Dezember siebenmal pro Stunde angefahren

"Die Stadtwerke Bamberg verbessern die Anbindung des Klinikums am Bruderwald an den öffentlichen Personennahverkehr", heißt es an vorderster Stelle in einer...
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"Die Stadtwerke Bamberg verbessern die Anbindung des Klinikums am Bruderwald an den öffentlichen Personennahverkehr", heißt es an vorderster Stelle in einer Pressemitteilung zu den geplanten Neuerungen im Fahrplan, die wegen der Ausdünnung der Linen nach Bug und Wildensorg zwischenzeitlich in die öffentliche Kritik geraten sind.
Ab Dezember würden die Linienbusse der Stadtwerke Bamberg werktäglich sieben Mal pro Stunde das Klinikum ansteuern, betont das Unternehmen. Fahrgäste aus der Gartenstadt und dem Bamberger Osten erreichten den Bruderwald dann auf dem direkten Weg, ohne am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) umsteigen zu müssen.
Auch vom Stadtteil Wildensorg aus sei das Klinikum zukünftig direkt erreichbar. Im Gegenzug würden der Stadtteil Bug sowie die "Hainlinie" und der Obere Stephansberg im 60-Minuten-Takt angefahren. Zuvor verkehrten die Stadtbusse dort alle halbe Stunde.
Von der verbesserten Anbindung des Bruderwalds an den ÖPNV profitieren laut Stadtwerke Tausende Patienten, Besucher und Mitarbeiter des größten Klinikstandorts in der Region. Die Bewohner des Wohngebiets würden entlastet, weil Parksuchverkehr wegfällt.
Die neuen Busanbindungen seien das Ergebnis einer mehrmonatigen Studie zur Optimierung des Bamberger Busliniennetzes. Hierbei wurden detailliert für jede Buslinie und jede Bushaltestelle Verkehrsdaten erhoben und das Linienangebot auf die Nachfrage abgestimmt. Auch die Vorgaben des vom Stadtrat verabschiedeten städtischen Nahverkehrsplans fänden sich in der optimierten Linienführung wieder, die mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 umgesetzt wird, heißt es in der Pressemitteilung weiter.


Direktlinie zum Klinikum

Im Dezember werde auch eine neue Buslinie den Betrieb aufnehmen, die die Fahrgäste im 15-Minuten-Takt direkt und ohne Umsteigen aus der Gartenstadt und dem Bamberger Osten über den Bahnhof und den ZOB zum Klinikum fahren wird.
Neu sei, dass das Klinikum einmal pro Stunde vom Stadtteil Wildensorg aus angefahren wird. Dort könne auch Richtung Innenstadt umgestiegen werden. Eine zweite stündliche Busverbindung über den Jakobsberg garantiere den Wildensorgern zusätzlich eine direkte Anbindung an die Innenstadt.
Zwischen den Klinikstandorten am Michelsberg und Bruderwald entsteht laut Stadtwerke eine direkte Busverbindung.
Der Stadtteil Bug werde zukünftig im 60-Minuten-Takt angefahren mit Umstieg am Klinikum. Eine aufwndige Fahrgastzählung an allen Bushaltestellen habe ergeben, dass in Bug durchschnittlich nur ein bis vier Fahrgäste den Bus der Linie 918 nutzen. Wörtlich heißt es: "Die Reduzierung der Taktfrequenz folgt den Vorgaben des städtischen Nahverkehrsplans, demnach durchschnittlich acht bis zehn Fahrgäste den Bus nutzen sollten. Sie soll dazu beitragen, das Defizit aus dem öffentlichen Personennahverkehr zu reduzieren, den sich die Stadtwerke jährlich rund vier Millionen kosten lassen."
Diese Kostenoptimierung hat nach Angaben der Stadtwerke zur Folge, dass zukünftig auch die sogenannte Hainlinie 909 und die Linie 928 am Oberen Stephansberg nur noch im 60-Minuten-Takt fahren werden.
Bei den Untersuchungen zur Optimierung des Busliniennetzes sei auch deutlich geworden, dass in den Ferienmonaten wesentlich weniger Fahrgäste die Busse als in den Schulmonaten nutzen. Es ist daher geplant, das Angebot "nachfrageorientiert daran anzupassen".


Gespräche mit Bürgervereinen

Die Stadtwerke planen Gespräche mit den Bürgervereinen in den von den Linienumstellungen betroffenen Stadtteilen. red
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