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Klaus Kasper führt die Freien Wähler an

Michelau — Klaus Kasper, Vorsitzender des Kreisverbandes der Freien Wähler, ließ im Jahresrückblick 2014 die bearbeiteten Themen Revue passieren, dankte allen Aktiven für die rege ...
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Der neue Vorstand der Freien Wähler im Landkreis  Foto: privat
Der neue Vorstand der Freien Wähler im Landkreis Foto: privat
Michelau — Klaus Kasper, Vorsitzender des Kreisverbandes der Freien Wähler, ließ im Jahresrückblick 2014 die bearbeiteten Themen Revue passieren, dankte allen Aktiven für die rege und sachliche Diskussion und freute sich über die stets hohe Teilnehmerzahl an den monatlichen Sitzungen.

Wahlziel verfehlt

Für die erfolgreiche Pressearbeit der letzten Jahre - teilweise 19 Jahre - dankte Kasper besonders Robert Fiedler, Maineck, und Hans Bramann, Wiesen. Im Anschluss führte Kasper eine Analyse zu den Ergebnissen der Kommunalwahl 2014 aus. Hierbei konstatierte er mit einer Enttäuschung, dass man das gesetzte Wahlziel, die absolute Mehrheit der Union zusammen mit den Jungen Bürgern zu verhindern, nicht erreichen konnte.
Zudem musste man im Kreistag einen Sitz abgeben, was den Einfluss in diesem Gremium in der Zukunft verringern werde. Der Verlust des vormaligen Kreisvorsitzenden Bernhard Kasper, Ebensfeld, der nicht mehr zur Wahl antrat, konnte durch junges Personal noch nicht wettgemacht werden. Dennoch schaute der Vorsitzende positiv in die Zukunft, da man mit der eingeleiteten Verjüngung der Vorstandschaft den Kontakt und die Sympathien der Bürgerinnen und Bürger zurückgewinnen könne.

Strategiepapier ausgearbeitet

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft ist für Kasper auch das mit den Ortsverbänden gemeinsam ausgearbeitete Strategiepapier der Freien Wähler im Kreis Lichtenfels. Vor allem geht es darin um die Verbesserung der Wahrnehmung der Freien Wähler in der Öffentlichkeit, um die stets von Qualität geprägte Arbeit wie auch die hohe Einsatzbereitschaft der Mandatsträger für den Kreis und den Gemeinden noch mehr ins Bewusstsein der Bürger zu rücken.
Das Gezerre um die geplante Stromtrasse innerhalb der Staatsregierung in München, das Kasper im weiteren Verlauf ansprach, stoße in der Bevölkerung nur noch auf Unverständnis, zumal man im Landkreis Lichtenfels durch Großprojekte wie ICE und Autobahn genug Ungemach in der Vergangenheit erfahren mussten.

TTIP: Stärkung der Konzerne

Das momentan diskutierte Freihandelsabkommen TTIP mit den USA werde von den Freien Wählern unter anderem auch mit großer Sorge verfolgt. Dadurch befürchte man Privatisierungen im kommunalen Bereich wie zum Beispiel bei der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, was die kommunale Selbstverwaltung massiv bedrohe. Zudem würden große Konzerne weiter gestärkt und deren Einfluss auf die Politik ausgebaut. Der Lobbyismus der Konzerne werde weiter an Macht gewinnen und die Politik zum Spielball der Wirtschaft verkümmern lassen.
Martin Kaiser von den jungen Freien Wählern Oberfrankens betonte in seinem spontanen Grußwort, dass er stolz auf die Vorfahren und Vordenker in den Reihen der Freien Wähler sei. Er dankte allen für ihr jahrelanges Engagement. Wörtlich sagte er: "Wir müssen die jungen Leute an Oberfranken binden, wir lieben Oberfranken und leben sehr gerne hier in unserer übersichtlichen und beschaulichen Heimat."
Der Fraktionsvorsitzende im Kreistag von Lichtenfels, Heinz Petterich, Burgkunstadt, freute sich, dass der Ersatzneubau des Klinikums im Zeit- und Kostenrahmen sei und eine große Transparenz durch die Landkreisverwaltung geschaffen wurde.
Der zum 1. Januar erfolgte Beitritt zum VGN habe nicht nur günstigere Fahrpreise gebracht, sondern für manche auch eine gewisse Teuerung. Dies gelte es zu überprüfen und dann gegebenenfalls dementsprechend zu berichtigen.
Des Weiteren berichtete er vom Austritt des Landkreises aus dem Tourismusverein "Oberes Maintal-Coburger Land". Hier sei die Landkreisverwaltung nun am Erarbeiten einer eigenen Konzeption. Die Freien Wähler unterstützten dies und hofften auf eine baldige Lösung, die unsere Landkreisregion eindrucksvoll repräsentiert.
Für die anschließende Wahl der Kreisvorstandschaft gab der einstimmig bestimmte Wahlleiter Winfried Weinbeer allen die Devise mit auf den Weg: "Wir brauchen junge Leute, die in Vereinen aktiv sind, die in der Bevölkerung bekannt sind und die sich für andere Menschen einbringen." red
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