Herzogenaurach
Musik 

Klangewaltige Komposition

In Niederndorf ließ der gemischte Chor "Herzovokal" die Vierzehnheiligenmesse des Herzogenauracher Komponisten Gerald Fink erklingen.
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Komponist Gerald Fink leitet die Sängerinnen und Sänger des Chores "Herzovokal" zur Vierzehnheiligenmesse an.  Fotos: Richard Sänger
Komponist Gerald Fink leitet die Sängerinnen und Sänger des Chores "Herzovokal" zur Vierzehnheiligenmesse an. Fotos: Richard Sänger
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Niederndorf — Bei der Eucharistiefeier in der Niederndorfer St.-Josef-Kirche erklang erstmals die Vierzehnheiligenmesse des Herzogenauracher Komponisten Gerald Fink. Das Werk für gemischten Chor unter der Leitung des Komponisten führte der Chor "Herzovokal" im Liederkranz 1861 Herzogenaurach mit Manuel Höppner an der Orgel auf.
Das Werk wurde als Auftragswerk von Gerald Fink für die Basilika Vierzehnheiligen komponiert und dort 2010 uraufgeführt. 130 Sängerinnen und Sängern aus 35 Chören wirkten damals mit, zusammen mit dem Komponisten und unter der Leitung des stellvertretenden Bundes-Chorleiters des Fränkischen Sängerbundes, Wolfram Johann Brüggemann. Wie Brüggemann erklärte, bietet der Sängerkreis seit mehr als 20 Jahren Chorseminare für Frauen-, Männer- und gemischte Chöre im Diözesanhaus Vierzehnheiligen an.
Dazu werden als Dozenten meist Komponisten und Chorleiter von bekannten Chören eingeladen, die in Zusammenarbeit mit Stimmbildnern und anderen Chorleitern ein Programm erarbeiten, das teilweise sonntags in der Basilika während des Gottesdienstes zur Aufführung gebracht wird. Einer der Dozenten ist bei den Frauen- und gemischten Chorseminaren auch der Herzogenauracher Gerald Fink. Er hat dabei eine Reihe seiner eigenen Kompositionen einstudiert.


Ohrwurm-Garantie

Die Vierzehnheiligenmesse war eine Auftragskomposition des stellvertretenden Bundeschorleiters, im Auftrag des Sängerkreises Bamberg. Da der Komponist die Teilnehmer - ausnahmslos Laiensängerinnen und Laiensänger der Seminare - und auch den Klang der Basilika kennt, konnte er die Vorgabe, eine "klangewaltige" Vierzehnheiligenmesse zu komponieren, wunderbar erfüllen. Die Sängerinnen und Sängern liebten die Komposition, und Ohrwurm-Garantie sei gegeben, erläutert Wolfram Johann Brüggemann.
Die Messe wurde unter der Leitung von Brüggemann schon öfter mit großem Erfolg aufgeführt, so beim Chorfest des Fränkischen Sängerbundes und zur Eröffnung des Altstadtfestes in Bad Staffelstein, aber auch bei weiteren besonderen Gottesdiensten. "Dadurch, dass der Komponist Gerald Fink sich bestens mit der Laienchorszene auskennt, gelingt es ihm immer wieder, den Nerv der Sängerinnen und Sänger zu treffen, die seine Werke lieben und gerne singen", umschreibt Brüggemann die Zusammenarbeit mit dem Komponisten.


Kaplan Bittel predigt

In Niederndorf interpretierte Herzovokal das "Kyrie" zu Beginn des Gottesdienstes und die Sängerinnen und Sänger ließen das kraftvolle "Gloria" folgen. In seiner Predigt rief Kaplan Daniel Bittel mit biblischen Texten die Heilung der Aussätzigen durch den Propheten Elischa ins Gedächtnis. Dabei verglich der Kaplan auch die Krankheiten der heutigen Zeit mit denen aus der biblischen Zeit. "Das Vertrauen zu Gott ist wichtig für eine Heilung", erklärte Kaplan Bittel, das habe sich im Lauf der Geschichte auch nicht geändert.
Nach der Lesung erklang vom Chor mit stimmlichem Engagement "Sanctus" und er ließ zum Schluss das "Agnus Dei" erklingen. Denn Präsenz, Musikalität und stimmliches Engagement stehen beim Chor ganz oben. Der Chor sang homogen und Rhythmen wurden präzise umgesetzt. So entstanden bei den Gottesdienstbesuchern herrliche Momente und die Leistung dürfte sich von dem eines Profi-Chores kaum unterscheiden.

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