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LKR Coburg

Kinder bewerteten die Attraktivität von Spielplätzen

In den Sommerferien haben mehr als 30 Jungen und Mädchen die Spielplätze im Raum Coburg unter die Lupe genommen. Am 15. August waren die Evangelische Jugend...
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Die jungen Experten trugen solche T-Shirts, als sie die Spielplätze inspizierten.  Foto: Norbert Pechauf
Die jungen Experten trugen solche T-Shirts, als sie die Spielplätze inspizierten. Foto: Norbert Pechauf
In den Sommerferien haben mehr als 30 Jungen und Mädchen die Spielplätze im Raum Coburg unter die Lupe genommen. Am 15. August waren die Evangelische Jugend und die Jugendpflege Ebersdorf sowie die Jugendpflegen aus Bad Rodach und Rödental gemeinsam als Spielplatztester unterwegs. Gefördert wurde dieser Tag von der Stiftung "Demokratie Leben!", wodurch den Kindern ermöglicht wurde, an diesem Tag mit einheitlichen "Ich bin ein Spielplatztester"- T-Shirts vor Ort aufzufallen.
Wohin gehen die Kinder, wenn sie Langeweile haben? Auf den Spielplatz. Doch was macht einen Spielplatz für Kinder besonders attraktiv? Genau das galt es an diesem Tag herauszufinden. Auf fünf unterschiedlichen Spielplätzen in Stadt und Landkreis wurden die vielfältigen Attraktionen getestet und anschließend bewertet. Dabei standen die folgenden Kriterien auf dem Prüfstand: Rutschen, Klettern, Matschen, Schaukeln, Sitzplätze, Gestaltung und Lage.


Klettern ist wichtig

Die Auswertung der Fragebögen zeigte, dass Kinder auf vielfältige Klettermöglichkeiten großen Wert legen. Der Kletterturm auf einem Spielplatz im Coburger Westen hat die Kinder besonders begeistert. Höhe und verschiedene Schwierigkeitsstufen sprechen die unterschiedlichen Altersgruppen an. Außerdem wurde immer wieder der Wunsch nach Matschanlagen unter dem Punkt "Was fehlt" geäußert.
Auf einem der Spielplätze wurde ein angrenzender Bach in den Spielbereich integriert. "Für die Kinder war diese Wasserstelle am interessantesten. Jungen wie Mädchen stapften barfuß durch den Bachlauf und konnten sich lange dort beschäftigen, berichtet Robert Pechauf, Jugendpfleger in Rödental, in einer Pressemitteilung. Aber auch Rutschen und Schaukeln sollte bei der Spielplatzgestaltung nicht zu kurz kommen.
Nestschaukeln und große Turmrutschen wurden von den Kindern mit "Gefällt mir" bewertet. Neben dem Spielen legen Kinder aber auch Wert auf die Gestaltung des Platzes. "Die Kinder brauchen Rückzugsmöglichkeiten", sagt Danica Faber, Jugendpflegerin in Ebersdorf. "Bäume und Büsche schaffen für Kinder Orte, um sich zu verstecken. Sie vermitteln das Gefühl, nicht gesehen zu werden, und das gibt ihnen Sicherheit und bietet Spielfreiheit." Am Ende des Tages sprachen die teils braunen T-Shirts für sich. "Die Kinder haben sich auf allen Spielplätzen sehr wohl gefühlt und es kam keine Langeweile auf", sagt Denise Höhn, Jugendreferentin der Evangelilschen Jugend Ebersdorf. "Der letzte von uns angefahrene Spielplatz bot den Kindern Möglichkeiten zum Rutschen, Klettern, Matschen und Schaukeln und erfüllte damit voll und ganz den Wohlfühlfaktor der Teilnehmenden."
Die Ergebnisse werden nun den jeweiligen Kommunen zur Verfügung gestellt und sind sicherlich eine Hilfe bei der Planung neuer Spielplätze und der Renovierung bereits vorhandener Anlagen, da sie die Wünsche der "Nutzer" direkt widerspiegeln. red