Erlangen

Kickers Erlangen: gute Stimmung trotz sportlicher Probleme

Die Kickers Erlangen aus der Fußball-Kreisklasse 1 ER/PEG installierten vor der Saison Felix Weyh als Nachfolger von Trainer Rene Ebert. Der Neu-Coach hat sich sehr gut eingelebt u...
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Die Kickers Erlangen aus der Fußball-Kreisklasse 1 ER/PEG installierten vor der Saison Felix Weyh als Nachfolger von Trainer Rene Ebert. Der Neu-Coach hat sich sehr gut eingelebt und fühlt sich wohl bei seinem neuen Verein - nur sportlich läuft es noch nicht wirklich rund.
Es ist die erste Trainerstation von Felix Weyh als hauptverantwortlicher Coach. Die Kickers Erlangen gaben dem erst 26-Jährigen die Chance, das Engagement funktioniert auf der menschlichen Ebene bislang auch einwandfrei. "Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, ich komme mit den Leuten hier super klar. Alles hier ist freundschaftlich gehalten, nach dem Training trinkt man auch mal gern eins zusammen", freut sich der Übungsleiter.
Es sieht also alles eigentlich ganz gut aus bei den Kickers aus Erlangen, wäre da nicht das Sportliche. Platz 13 und nur zwölf gesammelte Zähler bedeuten aktuell Abstiegskampf. Der Trainer hat auch gleich eine Erklärung für die geringe Punkteausbeute parat: "Die sportliche Situation resultiert aus der geringen Trainingsbeteiligung", so Weyh. "Beim Auftakttraining waren noch über 30 Leute für beide Mannschaften da, nun sind es im Schnitt vielleicht zwölf Mann."
Mit einer solchen Trainingsbeteiligung ist es natürlich schwer, Abläufe zu üben und Spielsysteme einzustudieren. "Das ist auch den Verantwortlichen neu, es war aber für alle vorhersehbar, dass es schwer wird", berichtet der Übungsleiter und ergänzt: "Es gab im Sommer einen kompletten Umbruch. Bis sich das wieder alles einspielt, braucht es eben seine Zeit."


Keine idealen Bedingungen

Doch neben dem Umbruch im Kader spielen vielleicht auch die neuen Trainingsbedingungen in die schlechte Punkteausbeute der Kickers rein. Seit dieser Saison trainieren sie auf dem Gelände des FSV Erlangen-Bruck. "Die Gegebenheiten sind sehr sehr schlecht", betont Weyh. "Wir müssen uns beim FSV unterordnen, die Platzbedingungen sind einfach nicht gut." Durch den schlechten Rasen steigt die Lust am Fußball nicht unbedingt, daraus lässt sich zu Teilen auch die schlechte Trainingsbeteiligung erklären. So führt eines zum anderen - und das Team steht nach der Vorrunde mit nur zwölf Punkten da.
Doch die Saison ist noch lang und für die Kickers, die aktuell nicht auf einem Abstiegsplatz stehen, ist ja alles drin. "Ich denke, wir sind auf einem guten Weg", betont Weyh: "Wir verstehen uns untereinander sehr gut, die Stimmung in der Mannschaft ist sehr positiv. Nur am Sonntag auf dem Platz hapert es eben noch." Doch es war klar, dass es bei dem neu gegründeten Verein nicht so weitergehen würde wie in den ersten zwei Jahren, als er zwei fulminante Aufstiege in Folge feierte.


Konditionsrückstände aufholen

In der Winterpause will Weyh nun mit seinen Jungs neu angreifen und hofft natürlich auf eine verbesserte Trainingsbeteiligung. Die Kickers werden drei Vorbereitungsspiele auf dem Kunstrasenplatz des SV Tennenlohe austragen. "Das wurde vorher so vereinbart, es ist super, dass wir diese Möglichkeit bekommen", freut sich der Übungsleiter. Des Weiteren hat der Trainer zwei Bekannte im Freundeskreis, die Fitnesstrainer sind. "Da werden wir in der Halle einmal eineinhalb Stunden richtig rangenommen", merkt der Coach lachend an.
Der junge Nachwuchstrainer lässt sich also einiges einfallen, um seine Spieler bei der Stange zu halten und wieder für einen vermehrten Trainingsbesuch zu motivieren. Darüber hinaus wird Weyh bei der Vorbereitung auf eine schwierige Rückrunde besonderen Wert auf das Läuferische legen. "Das Hauptaugenmerk liegt im Ausdauerbereich", unterstreicht er: "Da haben wir im Sommer zu wenig gemacht, das hat sich dann in der Runde bemerkbar gemacht. Wir wollen dieses Defizit nun aufholen und topfit in die Rückserie starten."


Dichtes Gedränge

Fit müssen die Erlanger definitiv nach der Winterpause sein, denn im Abstiegskampf geht es sehr eng zu. Nur drei Punkte haben die Kickers aktuell Vorsprung auf den Tabellenletzten aus Wimmelbach. An einem Spieltag kann sich also alles ändern. Deswegen wird der Tabellen-13. auf dem Transfermarkt nochmal nachlegen. "Wir werden den ein oder anderen Neuzugang bekommen, aktuell ist aber nichts fix", sagt Weyh.
Es bleibt spannend, wer nach dem Winter im Kickers-Trikot auflaufen wird. Klar ist: Er stößt in eine Mannschaft, in der eine gute Stimmung herrscht - wäre da nur nicht das Sportliche.
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