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Forchheim

"Keine unabhängige Standortanalyse"

Die Mitteilung der Stadt Forchheim, dass auch nach Inbetriebnahme eines Mobilfunkmasten am Handwerkerhof die Grenzwerte deutlich unterschritten würden, ruft...
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Die Mitteilung der Stadt Forchheim, dass auch nach Inbetriebnahme eines Mobilfunkmasten am Handwerkerhof die Grenzwerte deutlich unterschritten würden, ruft den Widerspruch von Nicole Dratz von der Bürgerinitiative (BI) "Gegen den Mobilfunkmast" hervor.
Der Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) würde damit den Forderungen der BI nach einer unabhängigen Analyse zur Ermittlung alternativer Standorte und Aufklärung der Beweggründe für den Umzug der Antennen nicht nachkommen.
Nicole Dratz sowie die weiteren Unterzeichner Peter Friesleben, Annette und Jens Schüler schreiben in ihrer Stellungnahme: "Denn dass ein geplanter Funkmast gesetzliche Bestimmungen einzuhalten hat, darf wohl vorausgesetzt werden - dafür sollte kein eigenes Gutachten erforderlich sein." Die BI habe mehrfach darauf hingewiesen, dass die gesetzlichen Grenzwerte nach Meinung vieler Wissenschaftler viel zu hoch angesetzt seien. In einigen Ländern (z.B. Italien, Belgien, Norwegen, Russland) seien diese Werte deshalb um ein Vielfaches von Tausend geringer.
"Die BI und 300 Unterzeichner haben den Standort neben dem Kindergarten genau aus diesem Grund abgelehnt und eine Alternative gefordert, welche die Mobilfunkstrahlung gerechter auf die Nutzer verteilt", legen Dratz und ihre Mitstreiter dar, "die Stadt Forchheim erklärte in einem rhetorischen Bäumchen-wechsel-dich-Spiel kurzerhand den geplanten Standort zum Alternativstandort und beantragte eine Prognoseberechnung, um zu bestätigen, was ohnehin klar ist. Mehr braucht es offensichtlich nicht, um in der öffentlichen Meinung den Anschein fürsorglichen Handelns zu erwecken."
Eine unabhängige Standortanalyse mit dem Ziel, andere geeignete Standorte oder Alternativen zu finden, habe, so die Kritik an der Stadt, niemals stattgefunden. "Der OB hat zu keinem unserer Argumente Stellung bezogen, sondern unbeirrt am alten Kurs festgehalten", so Dratz.
Trotz mehrerer Gespräche habe ein konstruktiver Dialog mit den Bürgern nicht stattgefunden. Der OB habe "eine bequeme und billige Lösung" gefunden. red

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