Neubrunn

Keine Zweifel am Ausbildungsstand

Bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Untermerzbach konnte Feuerwehrvereinsvorsitzender Udo Schwappach zahlreiche Feuerwehrangehörige willkommen heißen. S...
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Wolfgang Böhm (links) legt den Atemschutz nach 26 Jahren ab. Er bekam vom Kommandanten Ralph Morgenroth ein Präsent.  Foto: H. Will
Wolfgang Böhm (links) legt den Atemschutz nach 26 Jahren ab. Er bekam vom Kommandanten Ralph Morgenroth ein Präsent. Foto: H. Will
Bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Untermerzbach konnte Feuerwehrvereinsvorsitzender Udo Schwappach zahlreiche Feuerwehrangehörige willkommen heißen. Schriftführer Julian Schmidbauer erinnerte an die Veranstaltungen des Vorjahres. Der Kassenbericht erfolgte durch Nadine Schramm, die für das Jahr 2015 einen zufriedenstellenden Kassenstand melden konnte. Als neue Kassenprüfer für 2016 wurden Albert Schwarzböck und Marko Habermann bestimmt.
Nadine Schramm, die nicht nur die Finanzen des Feuerwehrvereins verwaltet, sondern sich auch in der Jugendarbeit der Wehr zusammen mit Jugendwart Udo Schwappach einbringt, erläuterte, dass die Jugendfeuerwehr gegenwärtig 28 Jugendliche zählte. Um intensive Arbeit mit den "Großen" kümmert sich Udo Schwappach, wobei er Hilfe von Alexander Wendler bekommt. Nadine Schramm hat die Grundausbildung der "Kleinen" übernommen. Es wurden 18 Übungseinheiten mit je zwei Stunden in verschiedenen Ortsteilen abgehalten.
Atemschutzgerätewart Jens Grell gab bekannt, dass sich die Feuerwehr in Gereuth ab sofort selbst um die Einsatzfähigkeit ihrer Atemschutzträger kümmere. Die anderen Atemschutzgeräteträger in den Gemeindefeuerwehren werden von ihm und Manuel Wolfrum betreut.
"Im Gemeindebereich gibt es 28 einsatzfähige Atemschutzträger", sagte Grell. 17 in Untermerzbach, fünf in Memmelsdorf, vier in Wüstenwelsberg und zwei in Obermerzbach.
Um die Einsatzfähigkeit zu gewährleisten, sind bestimmte Übungen, u. a. Belastungsübungen im Atemschutzzentrum in Knetzgau, durchzuführen. Ein echter Einsatz stand bei einer Rauchentwicklung in Lahm an.
Sven Liebermann, sagte, dass eine erste Übung in Absturzsicherung im Jahr 2015 an der Itzbrücke stattgefunden habe. Diese Übung bereiteten er und Sonja von Aschen als Übungsleiter vor. Eine zweite Übung fand an der Maschinenhalle von Harald Kreyer statt. Liebermann freute sich, dass im letzten Jahr mit David Kirstner und Sebastian Markert zwei neue Feuerwehrler für die Absturzsicherung gewonnen wurden, die zusammen mit Kameraden aus Ebern von KBI Thomas Habermann ausgebildet wurden. Übungsobjekte waren hierfür der 24 Meter hohe Heizungsturm in der ehemaligen Kaserne in Ebern sowie ein Felsen bei Altenstein. Die Ausrüstung wurde von KBM Klaus Oster überprüft und für in Ordnung befunden. "Für dieses Jahr planen wir weitere Übungen", schloss Sven Liebermann.
Kommandant Ralph Morgenroth zufolge gab es 2015 zwölf Einsätze, davon waren sechs technische Hilfeleistungen, zwei Brände, eine Sicherheitswacht und drei sonstige Einsätze. Den Ausbildungsstand bezeichnete der Kommandant als gut. 77 Löschübungen mit der Verwaltungsberufsgenossenschaft und Vereinen wurden durchgeführt. "Das bedarf einer guten Organisation, es funktioniert tadellos", sagte Morgenroth.
Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) freute sich über die aktive Feuerwehr in Untermerzbach. "Hier funktioniert alles bestens. Das ist aktiver Dienst an unserer Gesellschaft."
175 Feuerwehrler gebe es in der Gemeinde, davon eine stattliche Zahl weiblicher Feuerwehrfrauen. Die Ausrüstung der Wehren sei im Gemeindegebiet gut, auch was die persönliche Schutzausrüstung betreffe. 10 500 Euro habe die Gemeinde im Jahr 2015 für Ersatzbeschaffungen ausgegeben.
Albert Schwarzböck sorgte mit seiner Frage, warum der Feuerwehrschulungsraum nicht für private Veranstaltungen von Feuerwehrangehörigen genutzt werden dürfe, für Diskussionsstoff. Bürgermeister Dietz antwortete darauf mit einem klaren "Nein." Das Feuerwehrgerätehaus und auch der Schulungsraum sei mit öffentlichen Mitteln gefördert worden, was eine private Nutzung ausschließe.
Das sorgte bei manchen in der Runde für eine faltige Stirn. Man würde ja auch gerne Miete zahlen, war zu hören. Der Bürgermeister blieb standhaft und erläuterte, dass man, so man private Veranstaltungen zulassen würde, diese nicht auf Feuerwehrangehörige beschränken könne. "Dann müssten wir jedem Gemeindebürger die Möglichkeit geben, private Feiern abzuhalten."
Das sei mit einem seiner Meinung nach nicht vertretbaren Aufwand und erhöhten Unterhaltskosten für die Gemeinde verbunden. Der Knackpunkt sei jedoch die öffentliche Förderung, welche eine private Nutzung nicht zulassen würde. Möglicherweise wird das noch Thema im Gemeinderat werden.

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