Coburg

Keine Angst vor dem Angstgegner

2. Handball-Bundesliga  Die HSG Nordhorn-Lingen hat gegen den HSC 2000 Coburg bislang immer gewonnen. Jan Gorr sieht den Gegner als "großen Konkurrenten um den dritten Platz".
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von unserem Mitarbeiter Ralph Bilek

Coburg — Nach drei Niederlagen in Serie im Oktober hat der HSC 2000 Coburg mit vier Siegen danach, auch wenn in Hamm und Wilhelmshaven knappe und glückliche Auswärtserfolge dabei waren, in die Erfolgsspur zurückgefunden. Doch etwas Glück braucht man, will man oben mitmischen.
Die derzeitige Bilanz nach 15 Spielen ist aber umso beachtenswerter, wenn man berücksichtigt, dass man davon neun Mal Auswärtsspiele bestreiten musste und bislang nur sechs Mal in eigener Halle antreten konnte.
Dort will man nun aber gegen die HSG Nordhorn-Lingen, nach acht langen Wochen endlich auch wieder einmal am gewohnten "Heimspielsamstag" um 19.30 Uhr den November "rund machen".
"Da kommt aber einiges an Qualität auf uns zu. Das sieht man an der Nordhorner Leistung der letzten Wochen, die haben sich immer besser eingespielt", weiß Jan Gorr. Davon zeugen die letzten beiden Ausrufezeichen des letztjährigen Tabellenvierten mit den Siegen in der englischen Woche in Hamm und gegen den HC Erlangen. Sie scheinen nun auch die Abgänge von Rechtsaußen Bobby Schagen und Toon Leenders immer besser kompensieren zu können. Außerdem verfügen sie mit Jens Wiese, zuletzt mit elf Treffern und bereits vier Mal in das Zweitligateam der Woche berufen, auf der linken Rückraumposition über einen brandgefährlichen Unruheherd.
"Hinzu kommen die beiden Mittelleute Nils Meyer und Alexander Terwolbeck, die unheimlich schnelle Beine haben und gut im Eins gegen Eins sind", so Gorr, "und dann eben noch das Auge für die Halbspieler und den Kreis haben. Unsere Deckung muss 60 Minuten so stehen, wie in den zweiten 30 Minuten in Wilhelmshaven. Ich erwarte in jedem Fall ein hochinteressantes Spiel gegen einen der großen Konkurrenten um den dritten Tabellenplatz."
Bis auf die Langzeitverletzten hat Jan Gorr alle Mann an Bord, auch wenn der ebenfalls bereits drei Mal ins Team der Woche berufene Florian Billek sich mit einer schweren Erkältung herumplagt. "In diesem Top-Spiel müssen wir eine gute Leistung über die gesamte Spielzeit abrufen. Es ist unsere große Chance, die Distanz nach hinten größer werden zu lassen", hofft der Coburger Trainer auf den fünften Erfolg in Serie, der so selbstverständlich selbst vor eigener Kulisse nicht ist.
Die HSG Nordhorn-Lingen gehört neben der DJK Rimpar Wölfe und dem VfL Bad Schwartau zu dem derzeitigen Zweitligatrio, gegen das die Coburger in der vergangenen Saison gänzlich leer ausgegangen sind. Gegen Bad Schwartau hat man diese Negativ-Bilanz ja bereits geändert.
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