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Kaufvertrag für Windräder unterschrieben

Haßfurt — Das Großprojekt Windpark im Sailershäuser Wald ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Der Geschäftsführer Norbert Zösch hat für die Bürgerwindpark Sailershäuser Wald G...
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Bestellung ist raus: Norbert Zösch als Geschäftsführer des Bürgerwindparks Sailershäuser Wald unterschrieb den Kaufvertrag für die zehn Windräder.  Foto: Manfred Wagner
Bestellung ist raus: Norbert Zösch als Geschäftsführer des Bürgerwindparks Sailershäuser Wald unterschrieb den Kaufvertrag für die zehn Windräder. Foto: Manfred Wagner
Haßfurt — Das Großprojekt Windpark im Sailershäuser Wald ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Der Geschäftsführer Norbert Zösch hat für die Bürgerwindpark Sailershäuser Wald GmbH und Co. KG, die den Windpark baut und betreiben wird, den Kaufvertrag für die zehn Windräder unterschrieben, wie die Gesellschaft mitteilte. "Die Budgetvorgaben beim Kaufpreis der zehn Windräder wurden nicht überschritten, im Gegenteil, bei den intensiven Verhandlungen konnten sogar die Kosten für die notwendige Zusatzausstattung in das Gesamtlieferpaket integriert werden", freute sich Geschäftsführer Norbert Zösch, Leiter des Stadtwerks Haßfurt, bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages.
Damit ist die Bestellung raus. Das Unternehmen Nordex Energy aus Hamburg liefert die Anlagen bis Mitte nächsten Jahres. Spätestens Ende 2015 geht der Windpark ans Netz.
Das Unternehmen aus dem Norden hat über 2500 Mitarbeiter, einen Umsatz von nahezu 1,5 Milliarden Euro und verfügt über langjährige Erfahrungen in der Windenergiebranche. Das Kerngeschäft besteht in der Fertigung, Errichtung und Wartung von Windkraftanlagen.
Die Hauptproduktionsstätte befindet sich am Stammsitz in Rostock. Wie Zösch erläuterte, wurden zehn Stück des Typs N 117/2400 bestellt. Dieser Typ wurde speziell für Standorte in sogenannten Schwachwindgebieten im Binnenland entwickelt und wird seit 2012 in Serie produziert. Dieses Windrad, erklärte er weiter, sei so konstruiert, dass sich bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten hohe Erträge erwirtschaften lassen.
Der 141 Meter hohe Turm besteht im unteren Bereich bis auf eine Höhe von rund 80 Metern aus Betonfertigteilen und darüber aus Stahl. Die 58,5 Meter langen Rotorblätter sind relativ leicht, weil bei ihrem Bau kohlenstofffaser-verstärkter Kunststoff zum Einsatz kommt. Rund 400 dieser Anlagen wurden bereits installiert.
Bei der Unterzeichnung des Kaufvertrages waren auch Linda Lochmann und Thomas Möhring von der Planet Energy GmbH aus Hamburg anwesend. Das Tochterunternehmen von Greenpeace Energy ist als Gesellschafter ebenfalls am Sailershäuser Windpark beteiligt. Voraussetzung für die Bestellung, bestätigten alle Beteiligten, war die Zusage der Nürnberger Umweltbank über die Finanzierung von mehr als 30 Millionen Euro. Diese Tatsache, führte Zösch aus, beweise einmal mehr, dass von Seiten des Kreditgebers das Projekt als wirtschaftlich rentabel beurteilt werde.
Insgesamt beläuft sich die Investition für die zehn Windräder auf knapp 46 Millionen Euro. mw
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