LKR Bamberg

Kampfbetont und spannend

Im Nachbarderby trennen sich der TSV Breitengüßbach und die SpVgg Ebing 2:2. Die SpVgg Stegaurach gewinnt in Ebern mit 3:1 und feiert ihren ersten Saisonerfolg.
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TSV Breitengüßbach - SpVgg Ebing.  Der Ebinger Torwart Michael Endres (l.) faustet den Ball weg. Johannes Skalischus (Zweiter v. l.) und Fabian Funk (Zweiter v. r.) beharken den Breitengüßbacher Sebastian Kruppa (M.); rechts Philipp Grasser. Foto: sportpress
TSV Breitengüßbach - SpVgg Ebing. Der Ebinger Torwart Michael Endres (l.) faustet den Ball weg. Johannes Skalischus (Zweiter v. l.) und Fabian Funk (Zweiter v. r.) beharken den Breitengüßbacher Sebastian Kruppa (M.); rechts Philipp Grasser. Foto: sportpress
Trotz der 1:2-Niederlage gegen den FC Mitwitz führt der TSV Sonnefeld weiter die Fußball-Bezirksliga Oberfranken West an. Der Tabellenzweite TSV Breitengüßbach blieb auch im fünften Heimspiel unbesiegt und trennte sich im Derby von der SpVgg Ebing 2:2. Nach zuletzt fünf Unentschieden in Serie feierte der SV Merkendorf einen 4:2-Heimerfolg gegen den TSV Marktzeuln. Die SpVgg Stegaurach fuhr im Kellerderby beim TV Ebern mit 3:1 den ersten Saisonsieg ein.

TSV Breitengüßbach -
SpVgg Ebing 2:2
20 Jahre nach dem letzten Punktspiel beider Mannschaften gegeneinander kamen aufgrund des Dauerregens nur 150 Zuschauer zum Derby. Bereut hat das Kommen sicher keiner, denn es war ein sehr gutes, kampfbetontes Bezirksligaspiel, in dem beide Mannschaften bis zum Schlusspfiff auf Sieg spielten. Die Begegnung begann für den TSV ideal. Die erste Chance ergab sich durch einen Freistoß von der linken Außenseite, Jonas Dillig trat den Ball aus gut 25 m Richtung Strafraum, und dieser landete ohne weitere Berührung unhaltbar im langen Eck (5. Min.). Die Ebinger waren aber keineswegs geschockt und erzielten nach einem Einwurf auf der rechten Seite und dem schnellen Pass auf Jan Dippold, der schon im Fünfmeterraum lauerte, den 1:1-Ausgleich (9.). In der Folge versuchten beide Mannschaften, die Begegnung unter ihre Kontrolle zu bringen.
Nach der Halbzeit spielten beide Mannschaften deutlich offensiver. Vor allem die Gäste starteten immer wieder Angriffe über den spielstarken Fuchs, und so kam es in der 55. Min. zum 1:2 durch Dominik Schmidt. Den Kopfball von Jan Dippold nach einem Freistoß konnte der Güßbacher Keeper noch klasse abwehren, doch beim Nachschuss war er machtlos. Für die Gastgeber war es der Weckruf. In der 67. Min. belohnte sich der TSV. Tobias Grasser köpfte nach einem Freistoß von Tobias Haderlein aus zehn Metern zum 2:2 ein - der verdiente Ausgleich für Breitengüßbach. Ebing gab sich aber nicht zufrieden und drängte auf die erneute Führung, doch die starken Offensivspieler wurden entweder vor dem Strafraum auf Kosten eines Freistoßes ausgebremst, hatten den Pfosten beim Schuss nach dem tollen Solo von Fuchs im Weg oder es klärte der erneut starke Dominic Schor.

SV Merkendorf -
TSV Marktzeuln 4:2
Bei "Fritz-Walter-Wetter" übernahm das Team von Trainer Ralf Schmitt sofort die Initiative und setzte die Marktzeulner unter Druck. Den Merkendorfern merkte man an, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Martin und Eck waren kaum zu bremsen. Allerdings fehlte oft der letzte entscheidende Pass. Und dann kam es, wie es kommen musste. Der erste Torschuss der Gäste führte zum 0:1. Einen Abspielfehler nutzte Adrian Kremer zum Führungstreffer des TSV (34. Min.). Bis zum Pausenpfiff des sehr guten Unparteiischen passierte nicht mehr viel. Die Gastgeber waren geschockt und agierten fahrig.
Die zweite Hälfte begann wieder mit stürmischen Gastgebern, doch diesmal wurden die Möglichkeiten besser genutzt. Benjamin Martin setzte Felix Herrmann perfekt in Szene, und dieser hatte keine Mühe, den verdienten Ausgleich zu erzielen (50.). Nun sprang der Funke auch auf die Fans über. Lautstark wurden die Schwarz-Gelben jetzt angefeuert. Zudem war auch einmal mehr der SVM-Fanclub "Die Wikinger" aus Dänemark vor Ort. Nur zwei Minuten später brachte "Cello" Eck seine Mannschaft in Führung. Gegen seinen Schuss war der sehr starke Torwart des TSV chancenlos. Die Partystimmung war jedoch bald wieder zu Ende. Nach einem Eckball erzielte Ulrich Backert den Ausgleich (59.). In der 65. Min. wurde Martin im Strafraum gefoult. Kapitän Frank Schneider übernahm die Verantwortung und verwandelte gewohnt souverän. Der TSV hatte in der 76. Min. eine Doppelchance zum Ausgleich. Erst wurde ein Ball kurz vor der Linie geklärt, dann scheiterte Kremer an Menze. In der Nachspielzeit krönte Eck seine bärenstarke Vorstellung mit dem erlösenden Tor zum 4:2.

TSV Schammelsdorf -
FSV Unterleiterbach 2:0

In der ersten halben Stunde war es eine Partie mit gleichen Anteilen auf beiden Seiten und ohne Chancen. Ein Pitzer-Freistoß, den der FSV-Schlussmann aus dem Eck fischte, war der Auftakt einer Reihe von Möglichkeiten, für den TSV Schammelsdorf. Erst scheitert Jan Völkl am Torwart, dann Philipp Ohland mit dem Kopf an der Querlatte. In der 39. Min. war es dann aber so weit. Michael Massak zirkelte das Leder in den Fünfmeterraum und Jan Völkl nickte zum 1:0 ein. Kurze Zeit später vergab Unterleiterbach einen Elfmeter. Eine Minute vor dem Wechsel nahm Michael Pitzer Maß und versenkte die Kugel zum 2:0.
Nach dem Pausentee erneut eine Gelegenheit für den Gast, aber Elias Ebitsch zielte am Kasten vorbei. Trotz guter Chancen gelang dem TSV nicht das erlösende dritte Tor. Somit blieben die Unterleiterbacher immer gefährlich und hätten mit etwas Glück den Anschlusstreffer erzielen können. Dieser hätte den Gästen wahrscheinlich nochmals Auftrieb gegeben. Am Ende stand jedoch ein verdienter "Dreier" auf den Habenseite der Hausherren.

TSV Ebensfeld -
Bosporus Coburg 0:0

Es entwickelte sich eine zweikampfgeprägte Begegnung mit gleich verteilten Spielanteilen. Nach zwölf Minuten ereignete sich eine strittige Szene im Strafraum der Coburger, als Daniel Alt vom Stollen eines Coburgers an der Nase getroffen wurde, so dass er blutend vom Feld musste. Schiedsrichter Doneff zeigte zum Erstaunen aller Zuschauer aber nicht auf den Punkt, sondern ließ die Begegnung mit einem Abstoß weiterlaufen. Auf der anderen Seite gab es den ersten gefährlichen Abschluss nach einer guten halben Stunde, als Torwart Maximilian Reschke all sein Können in die Waagschale werfen musste, um Firat Güngörs Freistoß aus knapp 22 m zu parieren. In der Folge passten sich beide Mannschaften dem regnerischen Wetter an, so dass sich bis zur Pause nichts mehr ereignete.
Die erste gute Torraumszene für den TSV ergab sich in der 52. Min., als der starke Sebastian Amon mit seinem Distanzschuss aus 25 m nur knapp am linken Kreuzeck des SVB-Gehäuses vorbeischoss. Bosporus lauerte in der Folge ausschließlich auf Konter, die jedoch die Abwehr um Abwehrchef Thomas Stölzel zu keinem Zeitpunkt zuließen. Drei Minuten vor dem Ende hätte der SVB den Spielverlauf fast auf dem Kopf gestellt, doch Sertan Sener scheiterte am starken Reschke.

DJK Don Bosco Bamberg II -
ASV Kleintettau 1:1

Im Spiel der beiden Aufsteiger wollte die DJK II nach ihrem 3:2-Auswärtserfolg in Marktzeuln einen weiteren Sieg einfahren und bestimmte sofort das Spiel. Die robusten Gäste aus dem Kronacher Land waren aber ein unbequemer Gast in Wildensorg. Die junge Bayernliga-Reserve der DJK gab den Ton an und war spielerisch das bessere Team. Sie erspielte sich gute Torchancen, die aber ungenutzt blieben. Die Gäste waren meist nur bei Standards gefährlich durch Andreas Böhnlein. In der 36. Min. gelangte ein gutes Zuspiel von Florian Schmauser zu Calvin Sengül, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf.
In der zweiten Hälfte verflachte die Partie etwas, das Geschehen spielte sich meist im Mittelfeld ab. Einige Minuten sah man ein zerfahrenes Bezirksligaspiel. Die Defensive der DJK stand weiterhin gut und fing die wenigen Gästeangriffe ab. Mit Konterangriffen wollte die DJK II das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden und war vor dem Gästetor immer gefährlich. In der 85. Min. hätten die Bamberger durch den eingewechselten Aleksandar Toncic die Entscheidung herbeiführen müssen, doch in guter Position vergab er leichtfertig. Als alle Zuschauer mit einem Heimsieg der DJK II rechneten, wurde man noch bitter bestraft für die ungenutzten Chancen. Bei ihrem einzigen Angriff in der zweiten Hälfte gelangte eine Hereingabe zum eingewechselten Murat Agac, der in der 90. Min. den Ball direkt aus 18 m zum Ausgleich in die Maschen drosch, zum Entsetzen der Bail-Truppe, die sich nicht für ihren Aufwand belohnte.

TV Ebern -
SpVgg Stegaurach 1:3
Chancenlos war der TV Ebern im Kellerderby. Der "Dreier" der SpVgg geht voll in Ordnung. Was die Hausherren am Kirchweihsamstag boten, war erneut magere Fußballkost. So bekam der Stegauracher Torwart im ersten Durchgang keinen einzigen Ball auf das Gehäuse. Dagegen brauchte sich TVE-Schlussmann Kapell über mangelnde Beschäftigung nicht beschweren. Stegaurach war spielerisch die klar dominierende Mannschaft und tauchte immer wieder gefährlich vor dem Eberner Kasten auf. So hätten die Gäste bereits in den ersten 30 Minuten nach guten Möglichkeiten durch Jäger (6. Min.), Rosenberger (10.), Stöcklein (13.) und Müller (29.) in Führung gehen können, doch mehr als einmal verhinderte Kapell mit Glanzparaden den Rückstand. In der 42. Min. war es doch so weit, als Müller allein vor ihm auftauchte und das Leder zum hochverdienten 0:1 in die Maschen schob.
Wer nun meinte, dass sich nach Wiederbeginn das Blatt wenden würde, hatte sich arg getäuscht. Auch in diesem Abschnitt, sieht man einmal von der Schlussviertelstunde ab, dominierte die SpVgg und erhöhte nach einer Stunde mit einem Hinterhaltsschuss von Jäger auf 0:2. Seppi Weiß war es in der 65. Min. vergönnt, mit einem herrlichen Freistoß in den Winkel zu verkürzen, doch das war es auch mit der Herrlichkeit der Hausherren, die in der Nachspielzeit durch Fabian Rumpel noch das 1:3 hinnehmen mussten. Die Gastgeber können die enorme Anzahl von verletzten Spielern nicht kompensieren, und nun fällt auch noch Heidenreich für längere Zeit aus.

TSV Mönchröden -
FC Oberhaid 1:0
Der TSV Mönchröden schaffte einen erkämpften, aber aufgrund der Mehrzahl der Torchancen verdienten Arbeitssieg gegen den FC Oberhaid. Die Gäste enttäuschten keineswegs, konnten aber die gut gestaffelte einheimische Abwehr nicht entscheidend ausspielen. Nach anfänglichem Abtasten übernahmen die "Mönche" die Initiative, konnten die stabile Gästeabwehr aber nicht ernsthaft in Gefahr bringen. Der Tabellendritte Oberhaid setzte ein erstes Zeichen, als ein Freistoß von Kutzelmann knapp das TSV-Gehäuse verfehlte. Als Späth (34. Min.) im Strafraum gefoult wurde, forderten die Gastgeber vergeblich einen Strafstoß. Nachdem Walter einen Freistoß von der Strafraumgrenze über das Gästetor gejagt hatte, ging es torlos in die Kabinen. Zuvor hatte Steffen Müller noch die Gelb-Rote Karte gesehen.
Nach einer Stunde handelte sich FC-Akteur Jameson "Gelb-Rot" ein. In der 73. Min. drang Späth in den Gästestrafraum ein und wurde regelwidrig gebremst. Den Strafstoß verwandelte Walter zum Tor des Tages. In der Schlussphase musste auch noch Cannone mit Gelb-Rot das Feld verlassen. Mit vereinten Kräften brachte die Wildpark-Elf den Sieg über die Zeit. red

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