Erlangen

Jugendliche üben Politik

Für vier Tage haben unlängst 315 Jugendliche aus Deutschland beim Planspiel "Jugend und Parlament" einen Teil des Bundestages übernommen. Aus Erlangen war a...
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Justus Schömann blieb Zeit für ein Treffen mit Martina Stamm-Fibich in ihrem Berliner Büro.  Foto: privat
Justus Schömann blieb Zeit für ein Treffen mit Martina Stamm-Fibich in ihrem Berliner Büro. Foto: privat
Für vier Tage haben unlängst 315 Jugendliche aus Deutschland beim Planspiel "Jugend und Parlament" einen Teil des Bundestages übernommen. Aus Erlangen war auf Einladung von Martina Stamm-Fibich (SPD) Justus Schömann, Abiturient am Erlanger Ohm-Gymnasium, dabei.
Landesgruppensitzung, Fraktionssitzung, Debatten im Parlament - die Jugendlichen werden in ihrer Rolle als "fiktiver Abgeordneter" voll gefordert und spielen nach, was zum täglichen Ablauf der echten Bundestagsabgeordneten gehört. Den ersten Kompromiss müssen die Jugendlichen bereits bei der Parteizugehörigkeit eingehen. Denn statt freier Wahl wird gelost.
Justus Schömann, der seit 2014 für die SPD im Erlanger Jugendparlament sitzt, war für das Planspiel Abgeordneter der CVP Bayern (Christliche Volkspartei), also das Pendant zur CSU. "Es ist natürlich schon eine Umstellung, wenn man seine politische Sichtweise anpassen muss", sagt Schömann, der im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eingesetzt wurde. "Aber es ist total spannend zu sehen, wie die Abläufe im Bundestag funktionieren."
So mussten sich die Jungparlamentarier unter anderem mit einem Gesetzesentwurf für Volksabstimmungen auf Bundesebene beschäftigen und über einen Antrag der Bundesregierung beim Parlament, im Rahmen einer EU-Mission 500 zusätzliche Soldaten in die westafrikanische Republik Sahelien entsenden zu dürfen, beraten.
"Das Planspiel ist eine tolle Sache. Wir können bei jungen Menschen nicht genug dafür werben, sich für Politik zu interessieren und einzusetzen", sagt die Bundestagsabgeordnete aus Erlangen. Zum Ablauf des Planspiels gehörte am Ende auch eine Podiumsdiskussion mit den echten Fraktionsvorsitzenden der Parteien.
Martin Ferschmann


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