Erlangen
Wettbewerb 

Jugend fürs Tüfteln begeistern

Innenminister Joachim Herrmann und Bildungsminister Ludwig Spaenle gratulieren den Bundessiegern 2017 bei "Jugend forscht". Zehn bayerischen Teams gelang ein herausragender Erfolg.
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Tüfteln macht Spaß, wie das gute Ergebnis am Bundeswettbewerb "Jugend forscht" zeigt.  Fotos: Stiftung Jugend forscht
Tüfteln macht Spaß, wie das gute Ergebnis am Bundeswettbewerb "Jugend forscht" zeigt. Fotos: Stiftung Jugend forscht
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Beim 52. Bundeswettbewerb "Jugend forscht" konnten insgesamt zehn Forschungsprojekte bayerischer Teams die Jury mit ihren Arbeiten überzeugen: Zwei Projekte erzielten den ersten Platz, zwei Projekte erreichten den zweiten Platz, ein Projekt den dritten Platz. Zudem wurden fünf weitere Projekte ausgezeichnet. Im Ländervergleich war Bayern mit elf Projekten auf Bundesebene am stärksten vertreten. So heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann betonte in Vertretung des Ministerpräsidenten bei der Auszeichnung der diesjährigen Sieger: "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben großartige Ergebnisse erzielt. Neugierde und Ausdauer sind dafür wesentliche Voraussetzungen. Mit ihren beeindruckenden Arbeiten haben die Schülerinnen und Schüler Kreativität und Erfindergeist gezeigt." Den Gewinnern gratulierte er: "Die Sieger haben mit ihren anspruchsvollen Arbeiten Fachwissen, Geschick und Ideenreichtum unter Beweis gestellt.
Auch Bildungsminister Ludwig Spaenle zeigte sich anlässlich der Auszeichnung begeistert: Im Rahmen von "Jugend forscht" könnten sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit einem Mint-Thema auseinandersetzen, sagte er. Der Wettbewerb ergänze das breite Repertoire an Maßnahmen zur Mint-Förderung an den Schulen. Spaenle: "Er trägt dazu bei, Jugendliche fürs Tüfteln und Experimentieren zu begeistern."
Spaenle fügte hinzu: "Auch die Schulen dürfen auf diesen Preis sehr stolz sein: Sie führen junge Menschen an die Welt der Naturwissenschaften, der Informatik, der Mathematik und Technik heran. Junge Talente finden bei engagierten Lehrkräften Unterstützung. Sie begleiten die Nachwuchsforscherinnen und -forscher bei ihrer Projektarbeit."
Um bayerischen Lehrkräften Anregungen und Beispiele zu geben, wie der Wettbewerb "Jugend forscht" als Instrument der Begabten- und der Mint-Förderung gewinnbringend genutzt werden kann, veranstaltete das Bayerische Kultusministerium in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Schüler-Forschungs-Zentrum im Rahmen des Bundeswettbewerbs eine Lehrerfortbildung.


Bayerische Bundessieger

Der 16-jährige Johannes Greiner und der 15-jährige Stephan Wagner vom Simpert-Kraemer-Gymnasium in Krumbach wurden mit dem Preis der Bundeskanzlerin für die originellste Arbeit ausgezeichnet, der mit 3000 Euro dotiert ist. Die Schüler erforschten ringförmige Strukturen, die von bestimmten Metallsalzen ausgebildet werden: Sie untersuchten, wie diese so genannten Liesegangschen Ringe in Gelatinegel entstehen. Mit ihren Versuchen bestätigten sie unter anderem die gängige Annahme, dass die Ringe immer dann besonders scharf und klar sind, wenn kleine Kristalle sich zu größeren zusammenlagern.
Der Schüler Luca Fäth (17) vom Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg belegte den ersten Platz im Fachgebiet Technik. Er konstruierte ein Einrad, das sich von selbst im Gleichgewicht hält. In einem Holzgehäuse mit Sitz und Griffen befindet sich ein Akku und ein Elektromotor, der das Rad eines Motorrollers antreibt. Ein kombinierter Beschleunigungs- und Lagesensor sorgt zusammen mit einem Minicomputer für die Balance.
Den Sonderpreis der Kultusministerkonferenz für die "Jugend forscht Schule 2017" erhielt das Friedrich-Dessauer-Gymnasium Aschaffenburg.
Beim Bundeswettbewerb "Jugend forscht 2017" wurden insgesamt 107 Projekte von 178 Schülerinnen und Schülern aus allen 16 Bundesländern präsentiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zuvor bei den Regional- und Landeswettbewerben für die Bundesebene qualifiziert. Dabei messen sich Nachwuchsforscher im Alter von 15 bis 21 Jahren.
Das Motto der aktuellen 52. Runde des Wettbewerbs "Jugend forscht" lautete: "Zukunft. Ich gestalte sie". In Bayern wurden insgesamt 1158 Projekte von 1961 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum Wettbewerb "Jugend forscht/Schüler experimentieren" eingereicht. Damit lag Bayern bundesweit bei der Teilnehmerzahl an der Spitze.
Einen zweiten Platz im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften (2000 Euro) erreichte Johannes Klatt (18) vom Franz-Ludwig-Gymnasium Bamberg. Sein Thema war die Sternforschung: Analyse der Schwankungen der Fe-K-Alpha-Linie im System Cygnus X-1. red
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