Ludwigsstadt

Jeweils 1800 Euro für bedürftige Kinder in Indien und Westafrika

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Über die Spende freuen sich (vorne, von links) Katja Neubauer, Claus Lindig und Hannelore Schwab. Mit im Bild einige MAG-Mitglieder mit ihrer Sprecherin Karin Weber (Zweite von links) und Zweiter Bürgermeisterin Eva Jahn (rechts). Foto: Heike Schülein
Über die Spende freuen sich (vorne, von links) Katja Neubauer, Claus Lindig und Hannelore Schwab. Mit im Bild einige MAG-Mitglieder mit ihrer Sprecherin Karin Weber (Zweite von links) und Zweiter Bürgermeisterin Eva Jahn (rechts). Foto: Heike Schülein
Ludwigsstadt — Die Marienkapelle in Ludwigsstadt, am Abzweig der Kreisstraße nach Steinbach an der Haide gelegen, ist ein geschichtsträchtiger Ort, von dem eine besondere Ausstrahlung ausgeht. Die Mitglieder der MAG (Marienkirche Arbeitsgemeinschaft) haben es sich zur Aufgabe gemacht, das 1986 von der Stadt Ludwigsstadt erworbene und 1993/94 grundlegend sanierte Gebäude mit neuem Leben zu erfüllen.
Durch verschiedene Aktionen und durch den Verkauf von Artikeln kam eine stattliche Summe zusammen, die die Mitglieder gerne an Bedürftige weitergeben wollen. So konnten jeweils 1800 Euro an das Waisenhaus "Little Lights" in Indien, an den Verein "Kinderhilfe Westafrika" sowie an den Diakonieverein in Ludwigsstadt gespendet werden. 200 Euro gehen an die Stadt Ludwigsstadt für die Anschaffung einer Bank an der Marienkapelle.
Die seit 18 Jahren in England lebende gebürtige Ludwigsstädterin Katja Neubauer ist Koordinatorin und Anlaufstelle für Spenden für "Little Lights". 2008 besuchte sie das Waisenhaus, das Anfang der 1990er Jahre im Staat Andhra Pradesh in Indien gegründet wurde. "Im Moment leben etwa 1500 Waisen und Halbwaisen dort. Neben Kleidung und Verpflegung bekommen die Kinder eine Schulausbildung", so die Koordinatorin. Das Waisenhaus lebe ausschließlich von Spenden. Ihre Dankbarkeit könne sie gar nicht in Worte fassen. "Das Geld kommt zu 100 Prozent dort an, wo es gebraucht wird", bekundete sie.
Das gleiche gilt auch für den Verein "Kinderhilfe Westafrika", der in mehreren afrikanischen Ländern vor allem Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Hierfür engagiert sich der Ludwigsstädter Claus Lindig. "Aus dem ehemals kleinen Verein ist eine anerkannte Hilfsorganisation geworden", freute sich Lindig. Im Mittelpunkt stünden dabei der christliche Glaube und die Überzeugung der Mitglieder, benachteiligten Menschen vom eigenen Reichtum abzugeben und Kindern und Jugendlichen in Westafrika eine bessere Zukunft zu geben. Der Verein sei stetig gewachsen und unterstützt derzeit Initiativen in Burkina Faso, Benin und Ghana mit über 300 Patenschaften, Bauprojekten und Hilfsgütersendungen - sowie neu in Nigeria.
"Wir wissen diese Spende sehr zu schätzen", erklärte die Mitarbeiterin der Diakoniestation Ludwigsstadt, Hannelore Schwab. Das Geld komme wie gerufen, zumal der Diakonieverein Ludwigsstadt in der Feldstraße eine Diakoniestation aufbauen möchte.
Zweite Bürgermeisterin Eva Jahn dankte namens der Stadt für die Spende und das ehrenamtliche Engagement der Arbeitsgemeinschaft.
"Das ist doch der Sinn des Lebens, für andere Leute in Not da zu sein", betonte MAG-Sprecherin Karin Weber. hs


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