Ebensfeld

"Jesus soll's haaßen, des klaane Wesen,, des soll die ganze Welt erlösen"

Ebensfeld — Herz, Menschlichkeit und auch ein Gefühl der Geborgenheit - das ist es wohl, was wir überhaupt und derzeit vielleicht ganz besonders brauchen. U...
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit andächtigen Klängen "umarmte" das Bläser- und Klarinettenensemble der Musikvereinigung akustisch die Zuhörer. Foto: Mario Deller
Mit andächtigen Klängen "umarmte" das Bläser- und Klarinettenensemble der Musikvereinigung akustisch die Zuhörer. Foto: Mario Deller
Ebensfeld — Herz, Menschlichkeit und auch ein Gefühl der Geborgenheit - das ist es wohl, was wir überhaupt und derzeit vielleicht ganz besonders brauchen. Und genau dies vermittelte die "fränkische Weihnacht" in der Pfarrkirche mit Darbietungen der Musikvereinigung Ebensfeld und der Kemmärä Kuckuck.
Auf wunderschöne und berührende Art und Weise stimmten die Ensembles mit Musik und einer fränkischen Version der Weihnachtsgeschichte ein auf das bevorstehende Fest der Liebe. "Jesus soll's haaßen, des klaane Wesen, des soll die ganze Welt erlösen", heißt es in der von Hans-Dieter Ruß von den Kemmärä Kuckuck selbst entworfenen und in der Pfarrkirche vorgetragenen Erzählung von der Herbergssuche und der Geburt Jesu. "A heller Stern in dunkler Nochd" nennt sich die mit fränkischen Liedern und - auch eigenen - Musikstücken wie "Maria secht's dem Josef" oder "Drei König kumma" untermalten Komposition des Ensembles aus Kemmern.
Als einfühlsam darf auch die Darbietung des Bläser- und Klarinettenensembles der Musikvereinigung mit Liedern wie "Maria durch ein Dornwald ging" bezeichnet werden. Die Musiker spielten ohne Gage, Eintritt wurde auch keiner verlangt. Der Abend hatte aber zugleich Benefizcharakter - und das gleich in doppeltem Maße: Die Spendensumme fließt je hälftig an den gemeinnützigen Verein Kivuko und an die Organisation "Sea-Eye". Kivuko mit Sitz in Ebensfeld - auch deren Vorsitzende Corinna Hassler wohnte der "Fränkischen Weihnacht" bei - unterstützt durch einen Gesundheitsfonds Menschen im Nordwesten Tansanias, um ihnen eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen. Den Hintergrund der vor einem Jahr gegründeten Seenotorganisation "Sea Eye" erläuterte nach der Aufführung dessen Mitglied Udo Nuffer aus Ebensfeld. "Sea Eye" rettete mit dem gleichnamigen Rettungsschiff bereits vielen Menschen, die auf der Flucht vor Krieg, Hunger und Terror waren, das Leben. Bei ihrem größten Einsatz am Tag der Deutschen Einheit waren dies allein 794.
Zur Fortführung der Arbeit ist die Organisation mit Ehrenamtlichen auf Spendengelder angewiesen.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren