Herzogenaurach

Jahrtausendealter Schöpfungsauftrag

Herzogenaurach — Die katholischen Herzogenauracher Gemeinden St. Josef (Niederndorf), St. Magdalena und St. Otto verbrachten ein gemeinsames Geimeindewochenende. "Angefragt, nachge...
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In Arbeitsgruppen wurde das Thema behandelt.
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Herzogenaurach — Die katholischen Herzogenauracher Gemeinden St. Josef (Niederndorf), St. Magdalena und St. Otto verbrachten ein gemeinsames Geimeindewochenende. "Angefragt, nachgedacht - neu aufgestellt! Die Schöpfung - Gottes Geschenk an uns" lautete das Thema.
"Wir sind als Menschen nicht bloß Nutznießer, sondern Hüter der anderen Geschöpfe" - Dieser Satz von Papst Franziskus bildete den Impuls für das diesjährige Gemeindewochenende der drei katholischen Gemeinden in Herzogenaurach. 24 Erwachsene und 31 Kinder und Jugendliche von ein bis 15 Jahren trafen sich in der katholischen Landvolkshochschule Feuerstein bei Ebermannstadt.
Wie können wir Christen die Schöpfung im Alltag bewahren und achten? Etiketten wie "umweltfreundlich" und "bio" gerinnen allzu leicht zur leeren Floskel, wenn dahinter nicht eine grundlegende Haltung gelebt wird.

Geben und Nehmen in Balance

Unter der sachkundigen Leitung von Erwachsenenbildungsreferentin Eva Maria Steiner wurde der jahrtausendealte Schöpfungsauftrag, ausgehend von den Psalmen, in die Gegenwart übertragen und in konkretes Handeln in der Gegenwart übersetzt. Bewahren der Schöpfung bedeutet heute ein ausbalanciertes Geben und Nehmen von Naturressourcen. Raubbau und Ressourcenverschwendung widersprechen fundamental dem christlichen Schöpfungsauftrag. Von der Beschäftigung mit Texten des Alten Testaments bis zu Bastelarbeiten mit leeren Tetrapacks - unter vielen Aspekten konnten die Teilnehmenden sich mit Gottes Schöpfung auseinandersetzen.
Die theologische Vertiefung geschah durch Kaplan Daniel Bittel, der die Teilnehmenden das ganze Wochenende hindurch mit Sachverstand, offenen Gesprächen und viel Humor begleitete. Während die Erwachsenen am Thema arbeiteten, genossen die Kinder die kreativen Angebote der Betreuerinnen oder tobten sich auf dem weiträumigen Gelände aus.
Höhepunkte waren auch in diesem Jahr das große Lagerfeuer mit Stockbrotbacken und die vielen Gespräche miteinander bis spät in den Abend hinein.

Viele Impulse

Der sonntägliche Gottesdienst mit Kaplan Bittel rundete das Thema ab, musikalisch umrahmt von Dagmar und Konrad Lippert. Ein gelungenes Wochenende für Große und Kleine, mit vielen Begegnungen, Gesprächen und Impulsen, ging zu Ende.

                            Dieter Enkhardt

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